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CISA warnt vor aktiv ausgenutzter Sicherheitslücke im Linux-Kernel
Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA hat zwei weitere Sicherheitslücken in ihren Katalog bekanntermaßen ausgenutzter Schwachstellen (Known Exploited Vulnerabilities, KEV) aufgenommen. Eine davon steckt im Linux-Kernel.
Nach Angaben der Behörde gibt es Hinweise darauf, dass Angreifer beide Lücken bereits ausnutzen. Die erste Schwachstelle, CVE-2026-41709, betrifft VMware ESX von Broadcom und ermöglicht Angriffe aufgrund unzureichender Protokollierung. Die zweite Lücke, CVE-2026-46300, steckt im Linux-Kernel und beruht auf einer nicht initialisierten Variablen. CISA stuft solche Schwachstellen als relevantes Risiko für IT-Systeme ein.
Die Linux-Kernel-Entwickler haben die genannte Sicherheitslücke in der Netzwerkverarbeitung bereits behoben. Die Korrektur betrifft die Funktion “skb_try_coalesce()”, die Datenfragmente von Netzwerkpaketen zusammenführt, dabei aber bislang eine wichtige Kennzeichnung verlieren konnte.
Das Problem entsteht laut der CVE-Beschreibung, wenn die Funktion Speicherfragmente aus einem anderen Paket übernimmt, die von externen Komponenten verwaltet werden oder auf den Seiten-Cache zugreifen. Trägt das ursprüngliche Paket die Markierung SKBFL_SHARED_FRAG, muss das zusammengeführte Paket diese ebenfalls erhalten. Andernfalls können nachfolgende Funktionen fälschlich davon ausgehen, dass sie die Daten gefahrlos direkt verändern dürfen.
Die Entwickler übertragen deshalb die Markierung SKBFL_SHARED_FRAG künftig beim Zusammenführen übernommener Speicherfragmente. Wenn die Funktion Daten dagegen in den linearen Speicherbereich des Zielpakets kopiert, ist die Kennzeichnung nicht erforderlich.
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