// TAGESSCHAU WIRTSCHAFT — FINANZA
Milliardenverlust bei Volkswagen
Hohe Abschreibungen und ein schwaches China-Geschäft haben Volkswagen tiefrote Zahlen beschert. Der Konzernverlust lag im dritten Quartal bei 5,8 Milliarden Euro. VW-Aktien fallen.
Unter anderem eine Abschreibung auf den Porsche-Firmenwert und Kosten für den Konzernumbau haben Volkswagen einen Milliardenverlust eingebrockt. Im Sommerquartal lag der Konzernverlust bei rund 5,8 Milliarden Euro, wie Europas größter Autobauer heute mitteilte. Wesentlicher Grund waren Sondereffekte von 7,8 Milliarden Euro.
Außerdem belasteten den Angaben zufolge das schwache Marktumfeld in China, der weltweit zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der gestiegene Anteil von margenschwächeren E-Autos an den Verkäufen. Der Umsatz des Konzerns sank im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf rund 75,3 Milliarden Euro. Finanzchef Arno Antlitz sagte laut Mitteilung, nach neun Monaten habe die um Sonderbelastungen bereinigte operative Umsatzrendite 3,8 Prozent betragen. "Das ist zu wenig, um weiter kraftvoll in unsere Zukunft zu investieren", so der Manager.
Mercedes hat im dritten Quartal in seiner Autosparte operativ deutlich weniger verdient.
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VW hatte bereits ein umfangreiches Sparprogramm zum Abbau von konzernweit 50.000 Stellen bis 2030 aufgelegt, derzeit ringt das Unternehmen mit Arbeitnehmern um weitere herbe Einschnitte. So stehen konzernweit weitere 50.000 Jobs sowie vier Werke in Deutschland auf der Kippe.
Besonders stark schlug im dritten Quartal die bereits bekannte Abschreibung auf den Firmenwert der Sport- und Geländewagentochter Porsche zu Buche. Sie belief sich den Angaben zufolge auf rund 6,4 Milliarden Euro.
Hintergrund sind niedrigere Erwartungen an die künftige Entwicklung der Stuttgarter. Bereits ein Jahr zuvor war die Lage bei Porsche einer der Hauptgründe für den Quartalsverlust. Die Luxusmarke, einst eine Gewinnperle des Konzerns, steckt schon länger in der Krise.
Belastend wirkten bei VW außerdem der Einbruch beim China-Geschäft, die US-Zollpolitik und Kurskorrekturen bei der Elektro-Strategie. Bei den Verkäufen musste der Konzern zuletzt weiter Federn lassen: Von Juli bis September lieferte der Autobauer 1,89 Millionen Fahrzeuge aus - und damit fast 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Insbesondere im wichtigen Markt China steht VW erheblich unter Druck. Dort verkauften die Wolfsburger im dritten Quartal knapp 406.000 Fahrzeuge (minus 38,5 Prozent). Bis Ende September übergaben die Marken des Konzerns gut sechs Millionen Fahrzeuge an ihre Kunden. Das waren 9,0 Prozent oder rund 600.000 weniger als im Vorjahreszeitraum.
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