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Gears of War: Microsoft-Exklusivität hatte laut Analyst nicht den gewünschten Effekt für Xbox
Die Exklusivität von Gears of War: E-Day zeigt laut Analyst Mat Piscatella kaum Wirkung auf die Xbox-Hardwareverkäufe. Die Strategie wird in Frage gestellt.
Die Begeisterung war im Vorfeld der Veröffentlichung von Gears of War: E-Day groß. Das Spiel sollte auch für die PlayStation 5 erscheinen, bevor die neue Xbox-Chefin Asha Sharma den Plan änderte und auf eine Microsoft-Exklusivität setzte. Plötzlich erschien E-Day nur noch für PC und Xbox Series X/S, um die eigene Marke zu stärken. Laut Analyst Mat Piscatella sei dieses Vorhaben aber gescheitert.
Ein geleakter Trailer und eine PEGI-Altersfreigabe für die PlayStation 5 schienen zu bestätigen, dass Gears of War: E-Day auch für diese Konsole erscheinen sollte. Doch während Asha Sharmas Vorgänger Phil Spencer auf eine Multi-Plattform-Strategie setzte, sollen unter der neuen Xbox-Chefin Exklusivtitel wieder vor allem die eigene Plattform stärken. Obwohl das Spiel im Early Access ein wahrer Spielermagnet war und auch Kritiker begeistert waren, scheint die Strategie nicht ganz aufgegangen zu sein.
Wie The Games Business berichtet, habe die Exklusivität “keinen Unterschied gemacht” und auch Analyst Mat Piscatella schließt sich dieser Einschätzung an. “Die Ankündigung, dass Gears exklusiv sein wird, hat hinsichtlich des Hardware-Trends keinerlei Auswirkungen gehabt. Tatsächlich wird es sogar immer schlimmer”, erklärt er.
Während die Hardware-Verkäufe in Großbritannien um 22 Prozent gefallen sind, sieht die Lage in den USA wohl noch schlimmer aus.
“Alles, was sie tun, scheint bei den leidenschaftlichsten Fans auf Twitter Anklang zu finden, aber abgesehen davon sehe ich derzeit keine konkreten Ergebnisse. Und ich halte wirklich die Augen offen”, fährt Piscatella fort.
“Und Gears ist ein großartiges Spiel. Das ist ein Gears-of-War-Spiel, wie es im Buche steht. Aber indem man es exklusiv macht, untergräbt man sein Potenzial als eigenständiger Titel, nur um die eigene Plattform anzukurbeln, und zumindest kurzfristig hat das keinen Unterschied gemacht.”
Laut The Verge hat E-Day etwa 400.000 Einheiten verkauft, doch mit einem gemutmaßten Budget von 500 Millionen US-Dollar wird es schwierig, das Spiel zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu machen. Auch die Veröffentlichung im Game Pass wird in Frage gestellt, da es die Einnahmen zusätzlich schmälert. Ob sich Xbox nun doch noch entschließt, das Spiel für die PS5 zu veröffentlichen, um die Verluste zu verringern, bleibt abzuwarten.