// STADT-BREMERHAVEN — INTELLIGENZA ARTIFICIALE
Black Friday: Jeder zweite Kaufinteressierte will Angebote mit KI suchen
von Carsten Knobloch
30. Okt. 2026 |
4
Rund um den Black Friday und Cyber Monday rollt wie jedes Jahr die große Rabattwelle an - zumindest heißt sie so, echte Angebote muss man mittlerweile wie die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen suchen. Passend dazu hat YouGov frische Zahlen vorgelegt. Der aktuelle Report soll zeigen, dass künstliche Intelligenz bei der Schnäppchenjagd mittlerweile eine feste Rolle spielt. Knapp ein Drittel der deutschen Verbraucher (31 Prozent) plant in diesem Jahr Einkäufe an den Aktionstagen.
Auffällig ist dabei der Zuwachs beim Thema KI. Mehr als jeder zweite Kaufinteressierte (51 Prozent) plant, sich bei der Suche nach Schnäppchen von KI-Tools unter die Arme greifen zu lassen. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 23 Prozent. 42 Prozent der potenziellen Käufer haben entsprechende Werkzeuge beim Einkaufen ohnehin schon ausprobiert.
Der Hauptgrund für den Griff zur KI? Viele Käufer blicken bei den unzähligen Streichpreisen schlicht nicht mehr durch. 39 Prozent der Befragten geben an, dass sie Schwierigkeiten haben zu erkennen, ob ein Rabatt wirklich gut ist. Weitere 36 Prozent tun sich schwer damit, überhaupt den besten Deal zu identifizieren.
Entsprechend groß ist das Vertrauen in die Algorithmen. Zwei Drittel der potenziellen Käufer (66 Prozent) trauen Tools wie ChatGPT oder Claude zu, die besten Angebote aufzuspüren. Damit liegt KI beim Vertrauen sogar knapp vor klassischen Kundenbewertungen und Online-Communitys (63 Prozent).
Geht es um die konkreten Werkzeuge, hat OpenAI die Nase vorn: 56 Prozent der interessierten Käufer würden auf ChatGPT setzen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Google Gemini landet mit 41 Prozent auf dem zweiten Platz. Meta AI (19 Prozent), Microsoft Copilot (12 Prozent) und Claude (11 Prozent) spielen bei den Shopping-Plänen bislang eine eher untergeordnete Rolle.
Genutzt wird die Technik vor allem für Spar-Tipps:
- 42 Prozent wollen damit den günstigsten Preis ermitteln
- 34 Prozent möchten prüfen, ob ein Rabatt echt ist
- 32 Prozent nutzen KI für den direkten Vergleich ähnlicher Produkte
Beim eigentlichen Kaufabschluss ziehen die meisten allerdings eine Grenze. Vollautomatisch einkaufen lassen wollen die wenigsten. Nur 10 Prozent würden der KI erlauben, einen Kauf nach manueller Freigabe abzuschließen. 9 Prozent würden Produkte automatisiert in den Warenkorb legen lassen und lediglich 8 Prozent wären bereit für einen komplett autonomen Einkauf (bei den jüngeren Zielgruppen sind es immerhin 12 Prozent).
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.