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Wie KI Entwicklung und Alltag verändert - kreativ auf Knopfdruck?
Ob bei der Entwicklung neuer Produkte, in der Werbung oder bei der Gestaltung des eigenen Zuhauses: KI ist im Alltag angekommen. Sie spart oft Zeit, wirft aber auch Fragen nach Kreativität, Arbeitsplätzen und Vertrauen auf.
Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich rasant und wird für immer mehr Menschen und Unternehmen zu einem selbstverständlichen Werkzeug. Sie schreibt Texte, erstellt Bilder und unterstützt längst die Entwicklung neuer Produkte. Doch wie viel menschliche Kreativität bleibt dabei noch übrig?
KI-Bilder als Vorlage für den Brautstrauß erlebt Blumenhändlerin Verena Beck aus Niederdorfelden im Main-Kinzig-Kreis immer häufiger. Kunden kommen mit künstlich generierten Bildern in ihren Laden. Doch was am Bildschirm perfekt aussieht, lässt sich meist nicht umsetzen.
Eine Kundin etwa wünschte sich für ihre Hochzeit Tischkränze mit Ranunkeln - in der gewünschten Form und Farbe gibt es die Blumen jedoch gar nicht. Die KI hatte das Arrangement entworfen, ohne die realen Möglichkeiten zu berücksichtigen.
Beck selbst braucht die Technik nicht, um kreativ zu sein. Sie vertraut auf ihre eigene Vorstellungskraft und nutzt bislang keine KI-Anwendungen. Doch damit wird sie immer mehr zur Ausnahme.
In einer kleinen Umfrage des Wirtschaftsmagazins mex vom Hessischen Rundfunk auf der Frankfurter Einkaufsstraße Zeil fallen die Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz unterschiedlich aus. Während einige Menschen die Technologie zum Sprachenlernen oder für das Studium nutzen, nutzen andere die KI, um sich Anregungen für die Neugestaltungen ihrer Wohnräume zu holen.
Doch viele äußern auch Bedenken. KI könne falsche Informationen liefern und müsse deshalb unbedingt überprüft werden. Zudem befürchten manche, dass Arbeitsplätze verloren gehen und menschliche Leistungen zunehmend durch künstlich erzeugte Inhalte ersetzt würden.
Immer mehr Songs auf Plattformen werden nicht von Menschen erschaffen, sondern stammen aus der Maschine.
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Wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten sind, zeigt sich beim Kosmetikunternehmen Cosnova im hessischen Sulzbach. Dort unterstützt KI die Entwicklung neuer Produktideen. Die erste Idee stamme allerdings weiterhin vom Menschen, versichern die KI-Beauftragten bei Cosnova, Constanze Stein und Rebecca Schalber. Anschließend werde sie mithilfe eines KI-Assistenten mit Trend- und Konsumentendaten abgeglichen.
So lasse sich einschätzen, ob ein Konzept zur jeweiligen Zielgruppe und zum Sortiment passe. Innerhalb weniger Sekunden könne die Technologie daraus konkrete Vorschläge entwickeln. Je nach Anfrage seien Hunderte Bildentwürfe möglich, erklärt Schalber. Die Produktmarketing-Manager wählten anschließend die passenden Varianten aus. Bei einer Cushion Foundation sei ein KI-Entwurf bereits sehr nah am gewünschten Ergebnis gewesen. Lediglich die Typografie habe noch ein wenig angepasst werden müssen, schwärmen die KI-Expertinnen.