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Was das Rennen bei den Midterms entscheiden könnte
Umfragen deuten darauf hin, dass die Demokraten bei den Midterms das Repräsentantenhaus zurückerobern. Gelingt das auch im Senat? Es wird wohl auf besonders umkämpfte Bundesstaaten ankommen.
"Bei den Midterms gibt es eine alte Regel: Der Präsident verliert, egal ob er Republikaner oder Demokrat ist, egal ob er gut oder schlecht ist." Das sind Worte aus dem Mund von Donald Trump, am Freitag im Weißen Haus vor Journalisten. Und wie so oft ist auch hier nur teilweise richtig, was er sagt.
Ja, US-amerikanische Wähler haben die Zwischenwahlen meist genutzt, um für ein Gegengewicht zum Präsidenten zu sorgen und die Opposition in den beiden Kammern des Kongresses zu stärken. Ob der Präsident einen guten oder schlechten Job gemacht hat, spielte dabei aber sehr wohl eine Rolle. Die Worte aus dem Mund des immer siegesgewissen Trump sind bemerkenswert. Er baut vor für das, was alle erwarten am Dienstag: eine schwere Niederlage der Republikaner bei den Midterms.
FAQ
20.10.2026
Wer wird gewählt, welche Themen bestimmen den Wahlkampf und welche Chancen haben die Demokraten?
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Offen ist allerdings, wie schwer sie für die Partei ausfällt. Gewinnen die Demokraten nur das Repräsentantenhaus zurück? Das gilt als sehr wahrscheinlich. Oder erobern sie auch die Mehrheit im Senat? Das ist möglich, aber alles andere als sicher. Für die zweite Hälfte der Trump-Amtszeit macht aber genau das den entscheidenden Unterschied.
Die Mehrheit im Repräsentantenhaus gibt den Demokraten die Möglichkeit, Informationen von der Regierung einzufordern und Untersuchungsausschüsse einzurichten. Als Opposition waren ihre Rechte diesbezüglich sehr eingeschränkt. Die Mehrheit im Senat entscheidet zudem über wichtige Personalfragen wie die Ernennung von Richterinnen und Richtern. Ein Präsident, der gegen beide Kammern regiert, hat zwar außenpolitisch weiterhin freie Hand, gilt aber innenpolitisch als "Lame Duck".
In den USA wird kontrovers diskutiert, ob das Land unter Trump noch eine Demokratie ist.
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Im Repräsentantenhaus, das komplett neu gewählt wird, errangen die Republikaner vor zwei Jahren die knappste Mehrheit, die es seit 1930 gegeben hat: 225 Sitze halten die Republikaner; 220 die Demokraten. Seit Monaten rechnen deshalb Beobachter und Umfragen damit, dass die Demokraten es zurückerobern.
Bei dieser Kammer kommt es zwar auch auf die einzelnen Duelle in den Wahlkreisen an - aber die bundesweite Stimmung spielt eine viel größere Rolle als im Senat. Und dieser Trend ist eindeutig: Im Durchschnitt vieler Umfragen, den zum Beispiel die Seite Realclearpolitics.com regelmäßig berechnet, wollen 51,8 Prozent demokratische Kandidaten wählen und 43,2 Prozent republikanische (Stand 1. November, 15 Uhr). Dieser Abstand von gut acht Punkten liegt außerhalb der statistischen Fehlermarge.