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Affinity kommt für Linux
Canva hat per X-Post bestätigt, dass die Grafiksoftware Affinity für Linux in aktiver Entwicklung ist. Einen Termin gibt es noch nicht.
Die Grafik- und Designsoftware Affinity soll für Linux erscheinen. Die Herstellerfirma Canva hat dies jetzt auf X offiziell bestätigt. Die Software befinde sich in der „aktiven Entwicklung“. Canva reagierte damit auf Fragen von Nutzern, die sich frustriert zeigten, dass es die Grafiksoftware trotz früherer Andeutungen immer noch nicht für Linux gibt.
Einen konkreten Termin nennt der Post des Affinity-Accounts freilich nicht. Und auch Fragen zur technischen Umsetzung sind noch offen. Neben einer nativen Version wäre zum Beispiel auch ein Wine-Wrapper denkbar. Der Zeitpunkt der Bestätigung ist kein Zufall: Canva hat gerade die Affinity-App fürs iPad veröffentlicht. Linux wäre dann die nächste Plattform. Bislang gibt es die Affinity-Software schon für Windows und macOS.
Die britische Softwareschmiede Serif wurde im März 2024 von Canva übernommen. Ende Oktober 2025 wurde die Version 3 der Software veröffentlicht. Zuvor verteilte sie sich auf mehrere Kauf-Apps (Photo, Designer und Publisher). Seit v3 ist alles in einer App zusammengefasst, die kostenlos herausgegeben wird. Wer allerdings KI-Funktionen wie Generative Fill, das Entfernen von Hintergründen oder das Erweitern nutzen möchte, muss ein kostenpflichtiges Canva-Pro-Abo für 12 Euro im Monat oder 110 Euro im Jahr abschließen.
Affinity öffnet verbreitete Dateiformate wie PSD, AI, IDML, PDF und SVG. Über das Community-Projekt „AffinityOnLinux“ ist es jetzt schon möglich, die Software mit der Kompatibilitätsschicht Wine unter Linux zu verwenden – allerdings mit einigen Einschränkungen, etwa bei Aktualisierungen, bei der Hardwarebeschleunigung und bei der Skalierung der Oberfläche. Die Anmeldung bei Canva klappt inzwischen über ein Community-Plugin.
Bereits im November 2025 hatte Affinity-Marketingchef Liam Fisher bei der Eröffnung des Canva-Büros in Johannesburg angedeutet, dass Canva eine Linux-Version ernsthaft in Erwägung ziehe. Auf Linux gibt es für Grafikaufgaben Programme wie Krita, Gimp, Inkscape und Scribus. Mit Affinity würde sich ein kommerzielles Profi-Tool als Alternative zu Adobe dazugesellen.
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