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ARC Raiders: "Schauspieler würden durchdrehen" – Embark rechtfertigt umstrittene KI-Stimmen
Um die menschlichen Darsteller bei zahllosen Updates zu entlasten, nutzte der Extraction-Shooter geklonte Audiodaten. Nun rudert das Studio zurück.
Die Entwickler bei Embark Studios, dem Team hinter ARC Raiders, haben sich zum Einsatz von generativer KI-Sprachausgabe in dem Extraction-Shooter geäußert. Sie argumentieren, dass die anfängliche Nutzung von generativ erzeugten Sprachzeilen ein Vorteil für die Synchronsprecher gewesen sei. Diese "würden einfach durchdrehen, wenn sie all das einsprechen müssten".
Die Aussagen stammen aus einem kürzlich veröffentlichten Video von Embark, das sich um das Sounddesign und die Musik von ARC Raiders dreht. Darin sprechen mehrere leitende Mitarbeiter über den Einsatz generativer KI im Spiel – sei es bei der ursprünglichen Erstellung von Voice Lines oder beim schrittweisen Austausch dieser Zeilen durch menschliche Aufnahmen.
Gegründet von ehemaligen DICE-Veteranen (Battlefield), machte sich das schwedische Studio Embark schnell einen Namen. Bereits bei ihrem erfolgreichen Multiplayer-Hit The Finals sorgte das Team mit dem konsequenten Einsatz von KI-generierten Kommentatoren für hitzige Branchen-Diskussionen.
Audio Director Bence Pajor schilderte zunächst die Hürden, mit denen er in früheren Studios zu kämpfen hatte: Oft ließen sich Gameplay-Entscheidungen nicht mehr anpassen, da die Voice Lines bereits fest im Spiel verankert waren. Er beschrieb diesen Umstand als "echte Qual". So etwas belaste das Writing-Team, die Dialog-Abteilung und nicht zuletzt die Synchronsprecher, die oft mit Terminüberschneidungen ringen. Die Zusammenarbeit mit gut erreichbaren Sprechern in Stockholm und die Nutzung der verfügbaren KI-Tools hätten das Leben für alle Beteiligten spürbar erleichtert.
Später im Video erklärte Pajor, dass die Trainingsdaten der KI direkt auf den Studioaufnahmen der Schauspieler basieren. Da das Team für jedes neue Feature, Item oder jede neue Waffe im Spiel passende Voice Lines benötigt, sei es seiner Meinung nach schlicht unpraktikabel, jede erdenkliche Variante der Dialogzeilen einzeln aufzunehmen. "Die Schauspieler würden einfach durchdrehen, wenn sie all das einsprechen müssten", sagt Pajor.
Pajor verwies zudem auf die vielen Updates und Anpassungen seit dem Release von ARC Raiders im Oktober 2025. Es wäre schlicht zu aufwendig, die Synchronsprecher jedes Mal erneut ins Studio zu holen, wenn sich eine Dialogzeile ändert. Zwei im Video anwesende Synchronsprecherinnen – Jo Rideout (Shani) und Diana Gardner (Celeste) – teilten ebenfalls ihre Gedanken zu diesem Thema. Gardner bezeichnete es als "befreiend", dass sie Jobs an anderen Orten annehmen konnte, ohne sich Sorgen machen zu müssen, andere Drehs oder Projekte abzusagen.
Allerdings äußerte sich Gardner später auch kritisch zur Eigentümerschaft an Celestes vielen Dialogzeilen im Spiel: "Der Vertrag wirkte derart fair [...], es war in dieser Hinsicht also eine ganz klare Entscheidung. Aber ich wusste nicht, was mich erwartet, sobald ich die fertige Stimme höre. Ich dachte mir: 'Kann ich diese Performance überhaupt noch als meine eigene bezeichnen?' [...] Da stecken Stunden meiner Arbeit drin, aber kann ich wirklich sagen, dass dieses Endprodukt mir gehört? Nein."
Trotz dieser angeblichen Vorteile KI-generierter Sprachaufnahmen tauscht das Studio die betreffenden Voice Lines nun doch wieder aus. Laut Embark-CCO Stefan Strandberg geht es dem Team nicht darum, "Synchronsprecher zu ersetzen". Er räumte ein, dass die KI-Stimmen für viele Spieler die Immersion brachen, während sie ARC Raiders zockten. Sowohl Strandberg als auch Pajor zeigten volles Verständnis für die Kritik am KI-Einsatz und verwiesen auf die aktuellen Bemühungen, so viele KI-Stimmen wie möglich durch echte Aufnahmen zu ersetzen.
"Wir sind nicht in der Branche tätig, um Schauspieler zu ersetzen", betonte Strandberg. "Ich glaube sogar an das genaue Gegenteil. Wir sollten ihre Darbietung feiern und ihnen noch mehr Raum geben. Genau das hoffe ich, den Spielern in