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Energie - Ein Start-up will ein großes Problem von Windrädern beheben – die Lösung erinnert an Lego
Symbolbild: Windräder, sie sind elementarer Bestandteil der Energiewende, welche Deutschland sowie Europa für die zweite Hälfte des 21. Jahrhunderts technologisch reifen lässt. (Bildquelle: Unsplash, Sebastien Van de Walle)
Des Windrads natürliches Habitat findet sich im windigen Terrain. Je kräftiger und öfter eine frische Brise weht, desto wohler fühlt es sich. Doch kennt diese Liebe auch Grenzen – vor allem während des Aufbaus.
Denn zu starke Böen verhindern die Errichtung von Windkraftanlagen. Das Problem liegt nicht beim Windrad selbst – es ist den notwendigen gigantischen Kränen geschuldet.
Ein Unternehmen hat dieses Problem jetzt gelöst. Sie bauten hierfür ein Windrad nach einem neuen Prinzip: Das erinnert an LEGO.
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Das Windenergie-Unternehmen Nabrawind errichtete ein Windrad, aber nicht irgendeines. Die 100 Meter Höhe beeindrucken allein nämlich schonmal nicht – das höchste seiner Art entsteht derzeit in Deutschland, Höhe 365 Meter. Und auch sonst gelten Maße jenseits der 100 Meter inzwischen als Standard.
Bedeutung erhält das Ereignis durch seinen Aufstellort: die Atlantikküste Afrikas. Denn sie gehört zu den windreichsten Regionen der Welt – bisher paradoxerweise sogar so windreich, dass es die Errichtung höherer Anlagen behinderte.
Normalerweise errichten Konstrukteure die Stahltürme, auf denen die Turbinen mitsamt der Rotorblätter sitzen, mit Kränen. Doch diese versagen bei Höhen jenseits der 40 Meter irgendwann ihrem Dienst, wenn der Wind zunimmt.
Die genauen Grenzwerte sind je nach Kran und seiner Höhe verschieden, aber generell gelten Dauergeschwindigkeiten ab etwa 22 km/h Dauerwind oder Böen über 29 km/h als Problem – vor allem für die Montage der Rotorblätter.
Die Lösung von Nabrawind mutet dabei fast zu simpel an: einfach keinen hohen Kran benutzen. Sie kombinieren hierzu zwei eigens entwickelte Technologien »BladeRunner« und das »Self-Erecting System« (Total SES). Alles zusammen nennen sie Skylift und hierfür braucht es nur einen kleineren Kran, etwa 40 Meter hoch.