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Kameras in Schlachthöfen: Mehr Überwachung für den Tierschutz
Der Bundestag berät für einen besseren Tierschutz über verpflichtende Videoüberwachung in großen Schlachthöfen. Doch Ausnahmen für kleine Betriebe und Fragen zur Umsetzung sorgen für Diskussionen.
In den vergangenen Jahren haben Tierschützer immer wieder Missstände in einzelnen Schlachthöfen aufgedeckt. Auf den mit versteckter Kamera gedrehten Aufnahmen ist zu sehen, wie Mitarbeiter Tiere misshandeln, sie schlagen oder treten. Oder zum Beispiel lebenden Hühner Köpfe und Körper verdrehen.
Die Bundesregierung will die Kontrolle verbessern und deshalb große Schlachthöfe dazu verpflichten, Kameras zu installieren. Heute Abend wird der Bundestag über entsprechende Änderungen am Tierschutzgesetz abstimmen.
Damit schaffe die Bundesregierung "Transparenz, dort wo sie dringend nötig ist", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, CSU, bei der ersten Lesung der Gesetzesänderung im Bundestag. Denn: "Wir haben in der Vergangenheit auch gesehen, was zum Teil passieren kann, wenn niemand hinschaut", so Rainer.
Das Agrarministerium hat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.
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Ziel ist zum einen, besser überwachen zu können, ob sich die Mitarbeiter korrekt verhalten. Dass sie zum Beispiel keine Gewalt anwenden, wenn sie die Tiere aus dem LKW in den Schlachthof treiben.
Ein weiterer sensibler Punkt ist die Betäubung. Hier soll durch die Kameras besser überprüft werden können, ob die Tiere ausreichend betäubt sind, wenn sie geschlachtet werden. Das soll gewährleisten, dass zum Beispiel Schweine und Rinder keine Schmerzen spüren, wenn die Beschäftigten ihnen in die Kehle stechen und sie ausbluten lassen.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Anna Aeikens sieht in der Videoüberwachung ein unterstützendes Mittel: "Das heißt, man kann ganz genau nachvollziehen, ob es zu Missständen gekommen ist oder eben nicht." Die CDU-Politikerin argumentiert im Interview mit tagesschau.de, dass die Videoüberwachung Unternehmen auch hilft, ihr Image aufzubessern. Weil sie so besser belegen können, dass das Schlachten tierschutzkonform abläuft.
Hintergrund
26.08.2024
Tiere sollen in Schlachthöfen möglichst wenig leiden.
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