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Angeschaut: Apple MacBook Pro mit PROLED XDR: OLED und Touch
von Carsten Knobloch
5. Nov. 2026 |
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Ich habe mir das neue MacBook Pro mit PROLED XDR Display in den vergangenen Tagen anschauen können - wobei dieses Mal die Begrifflichkeit Hands-on" treffender wäre. Die Prozessoren und die Leistung klammere ich hier bewusst aus. Da muss ich noch etwas mehr arbeiten und ich möchte nicht zu schnell Testberichte raushauen, ohne mich eingehend beschäftigen zu können. Mir geht es um die eigentliche Neuerung: den komplett überarbeiteten Bildschirm mit Tandem-OLED und Touchscreen.
Apple schmeißt bei den teuren Modellen das Mini-LED-Panel über Bord und setzt erstmals auf Tandem-OLED. Dabei liegen zwei organische Leuchtschichten übereinander. Das bringt ordentlich Leuchtkraft: Bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit bei HDR und SDR sowie 1.000 Nits durchgehend über das gesamte Panel. Weil die Pixel komplett abschalten, gibt es kein Blooming mehr um helle Elemente auf dunklem Grund.
Der Kontrast liegt auf dem Papier bei 10.000.000:1. Neben dem P3-Farbraum deckt das Panel nun auch Adobe RGB nativ ab. Weil die separate Hintergrundbeleuchtung wegfällt, speckte das Gehäuse ab: Das 14-Zoll-Modell (ca. 36 cm Diagonale) wiegt jetzt 1,38 kg. Die normalen LCD-Versionen mit M6-Chip bringen im direkten Vergleich mehr Gewicht auf die Waage. Auch der 16er ist mit 1,82 kg leichter - das spürt man wirklich beim Rumschlören. So viel dicke Technik und so wenig Gewicht.
Touch am Mac bedeutet mehr als nur ein berührungsempfindliches Deckglas. Apple setzt auf ein On-Cell-Design, bei dem die Sensorschicht direkt im Display sitzt. Das Scharnier ist straffer abgestimmt, damit der Deckel beim Antippen nicht nachwippt. Tippt man während eines Videocalls aufs Panel, greift eine Software-Stabilisierung für die Kamera, damit das Bild ruhig bleibt. Dennoch: Es wippt etwas. Es bleibt nicht komplett starr. Ist halt ein Notebook-Panel, welches man noch aufklappen möchte, und nicht die Tür eines Atombunkers.
Maus und Tastatur bleiben das Fundament. macOS 27 übersetzt Berührungen bei älteren Programmen schlicht in Mausklicks, Entwickler müssen ihre Apps also nicht sofort umkrempeln. Bedienelemente wie Schieberegler vergrößern sich kurz unter der Fingerkuppe. Das System nutzt dafür unsichtbare 36-Punkt-Touchflächen, angelehnt an die 44 Punkte unter iOS.
Dazu kommen Wischgesten: Drei Finger nach oben schieben Mission Control ins Bild, ein Wisch vom rechten Rand holt die Mitteilungszentrale. In Logic Pro lassen sich Software-Instrumente direkt auf dem Bildschirm einspielen, in Final Cut Pro schiebt man Clips per Finger durch die Timeline.
Wer befürchtet, dass sich die direkte Bildschirmeingabe beim MacBook wie ein unausgereifter Kompromiss anfühlt, wird positiv überrascht. Apple nutzt, wie oben erwähnt, eine sogenannte „On-Cell“-Technologie, bei der spezielle Touch-Silizium-Chips direkt in das Display-Panel integriert sind und einige herkömmliche Touch-Schichten überflüssig machen. Das reduziert den Abstand zwischen Finger und Pixeln, wodurch man das Gefühl hat, die digitalen Inhalte wie 3D-Objekte oder Schieberegler tatsächlich unmittelbar zu berühren.
Das Panel reagiert dabei schnell, sodass sich das Scrollen, Zoomen oder das Spielen von Software-Instrumenten absolut flüssig und mühelos anfühlt. Das ist hier bei mir aber so ein Ding. Ich sehe für mich persönlich das Problem zur Lösung nicht. Selbst bei Convertibles habe ich Touch kaum berührt. In meinem produktiven Alltag bin ich nicht nur Trackpad-Nutzer, sondern eingefleischter Fan von Tastaturkürzeln, um lange Wege kurz zu halten. Armausstrecken gehört nicht zu meinen bevorzugten Moves. Es fühlt sich für mich nicht natürlich an, auch wenn Apple die Ausführung als solche toll realisiert.
Klar, man muss Touch nicht nutzen. Es ist sogar deaktivierbar. Aber momentan zahlste da eben drauf. Wobei man sich dabei vor Augen halten muss, dass man quasi nicht nur für Touchh bezahlst, du hast mit dem Dis