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Hot Wheels Infinite Rush angespielt: Für alle, die bei „Retro“ an ihr Kinderzimmer denken
In der Vorschau blitzt bereits durch, wie gut Open-World und 150 detailverliebte Plastik-Flitzer zusammenpassen.
Zum dritten Mal schickt Entwickler Milestone die Mattel-Modelle auf virtuelle Strecken – diesmal in einer offenen Welt, bestehend aus vier thematisch verschiedenen Inseln. Mehr als 150 Fahrzeuge kann man dort sammeln, während man Rennen fährt, Herausforderungen meistert oder eigene Strecken baut. Das Spiel soll am 24. September für PC, PlayStation 5, Xbox Series S/X sowie Switch 2 erscheinen.
Meine Herren, was ist denn mit Milestone los? Das italienische Studio ist schon lange dabei, aber was die Rennspielexperten in diesem Jahr abfeuern, hat es wirklich in sich. Rein vom Umfang her, wohlgemerkt! Denn so sehr ich bis heute die tolle Physik in MotoGP 26 genieße, so wenig bin ich mit dem steifen Fahrverhalten von Screamer warm geworden, während das gute Ride 6 irgendwo dazwischen durchs Ziel schoss.
Nur sind damit eben noch längst nicht alle Kandidaten angekommen, denn am 24. September geht auch Hot Wheels Infinite Rush an den Start, und zwar auf PC (Steam, Epic Games Store), Microsofts Series-Konsolen sowie PlayStation 5 und Switch 2. Und meinem ersten Eindruck nach hat der Racer mit den kleinen Miniaturboliden gute Chancen, sich an Position zwei zu setzen!
Ein physikalisch aufwändiges, fahrerisch vertracktes Schwergewicht erwartet euch da natürlich genauso wenig wie in den Vorgängern, die den Untertitel Unleashed trugen. Gas, Bremse, Lenkung, Boost: Mehr müsst ihr nicht wissen. Außer vielleicht, dass man die Wagen fast ständig im Turbo fährt, weil sie den durch Drifts sowie auf Beschleunigungsstreifen ratzfatz aufladen, während ihnen bestimmte Tore ganz unabhängig davon einen Tritt in den Kofferraum versetzen.
Das gilt jedenfalls für die Rennen, von denen man etliche Dutzend in der diesmal offenen Inselwelt findet. So war es jedenfalls in dem an Metropolis angelehnten Wheelswood, das als einzige von vier Umgebungen für die Vorschau-Demo zur Verfügung stand und über dessen rechtwinkligen Straßen riesige Hochbahnen und Loopings entlangführen. Alles, was zu Hot Wheels gehört, scheint dabei aus dem Kunststoff gebaut, den man sich auch ins Kinder... Verzeihung: Wohnzimmer stellen könnte. Das schließt auch Bäume, Laternen und Haltestellen ein, die man bei Bedarf einfach Forza-Style über den Haufen fährt.
Tatsächlich bekommt Milestone diese Materialien ausgesprochen überzeugend hin – ganz besonders die Modellfahrzeuge sehen mal wieder verblüffend realistisch aus! Die kleinen Unebenheiten ihrer Oberfläche, Klebstellen sowie die nie hundertprozentig geraden Kontaktecken verschieden bemalter Teile finde ich jedenfalls klasse. Und das trägt erheblich dazu bei, alle 150 dieser Fahrzeuge für die Miniatur-Garage zu sammeln.
Nur muss man die natürlich erst mal freischalten, indem man Zahnräder sammelt, durch bestimmte „Werbetafeln“ rast oder Tricks aneinanderreiht, zu denen Drifts ebenso zählen wie das Überfahren von Hindernissen oder gar anderen Verkehrsteilnehmern. Ach, und es gibt Rennen gegen besonders coole Autos. Die muss man allerdings erst mal finden und die ziehen sich auch für eine Weile zurück, falls man das Duell verliert.
Vier Fahrzeug-Kategorien gibt es übrigens: die der besonders Schnellen, der besonders Driftfreudigen, der besonders Bulligen und die der... nun... besonders Vielseitigen. Wobei man jeden Wagen noch mit Upgrades versehen darf, um bestimmte Eigenschaften oder individuelle Vorlieben zu betonen.
So war ich irgendwann mit einem Hot Rod unterwegs, der wahnsinnig lange boosten konnte, aber sämtliche Turbo-Power verlor, sobald man wieder gerade fuhr. Das macht’s natürlich knifflig – aber auch tausendmal cooler, wenn man einen kurvenreichen Abschnitt fehlerfrei hinbekommt.