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Baldur's Gate 4: Ex-BioWare-Boss empfiehlt ein riesiges Add-on statt eines echten Sequels
Mark Darrah rät Rechteinhaber Hasbro davon ab, komplett bei null anzufangen. Stattdessen solle ein neues Studio Larians Divinity Engine lizenzieren.
Ex-Dragon-Age-Produzent Mark Darrah hat eine Idee, wie ein Baldur's Gate 4 doch noch Realität werden könnte. Allerdings gibt es dafür Voraussetzungen, die wahrscheinlich nicht so leicht zu erfüllen sind.
Die Larian Studios hatten in der Vergangenheit mehrfach betont, dass sie keinen vierten Teil machen möchten. Darrahs Lösung ist, dass er sich Baldur's Gate 4 wie "ein überdimensionales Add-on" für den dritten Teil vorstellt. Hierzu müsste jedoch jemand Larian dazu bringen, die Divinity Engine an ein anderes Studio zu lizenzieren – was eher unwahrscheinlich ist.
Nach Larians Absage klopfte Rechteinhaber Hasbro bei Ex-BioWare-Chef James Ohlen an, um ein mögliches Baldur's Gate 4 auf den Weg zu bringen, woraus letztlich nichts wurde.
Dass Hasbro versuchte, ausgerechnet James Ohlen für das Projekt zu gewinnen, ist kein Zufall. Ohlen war während seiner Zeit bei BioWare der Lead Designer der originalen Meisterwerke Baldur's Gate 1 und 2 und prägte die CRPG-Landschaft damit maßgeblich.
Zugleich hütet das Studio – im Gegensatz zu den ersten Versionen seiner Divinity-Engine – den Quellcode der aktuellsten Version, was auch viele Fans von Baldur's Gate 3 bedauern.
"Wenn ein neues Studio einspringt, verstehen es dieses komplexe Grundgerüst höchstwahrscheinlich erst mal gar nicht", sagt Darrah im Gespräch mit FRVR. "Ihnen fehlt einfach die jahrelange Erfahrung bei der Entwicklung solcher Mammut-RPGs. Klar, man könnte Studios wie Owlcat ins Boot holen ... aber am Ende stünde man vor genau denselben Hürden."
Nichtsdestotrotz hält er seine Idee im Grunde für die beste Vorgehensweise, da ein vierter Teil so oder so in große Fußstapfen treten müsste. "Wenn ihr wirklich ein Baldur’s Gate 4 auf den Markt bringen wollt, ist das vermutlich der einzig richtige Weg", sagt er in Richtung Hasbro. "Die Alternative wäre, zu sagen: 'Alles klar, wir nennen es einfach Baldur's Gate 4. Wir besorgen allen Beteiligten feuerfeste Schutzanzüge, drücken voll aufs Gaspedal und ziehen ein komplett anderes, experimentelles Ding durch.'"
Was auch immer in Zukunft passiert: Bis wir ein mögliches Baldur's Gate 4 sehen – falls überhaupt –, dürfte es vermutlich noch viele Jahre dauern.