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Gespräche in Washington: Trump empfängt Selenskyj und Netanjahu
Zwei hochrangige Besucher an einem Tag: US-Präsident Trump hat den ukrainischen Präsidenten Selenskyj und Israels Premier Netanjahu empfangen. Um Kriege ging es in beiden Gesprächen - unter sehr verschiedenen Vorzeichen.
Die Trauerfeier für den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham hat in Washington für zwei hochrangige Begegnungen gesorgt. Graham war als wichtiger Unterstützer Israels und der Ukraine bekannt. Deshalb reisten sowohl Israels Premier Benjamin Netanjahu als auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an - und trafen sich jeweils mit US-Präsident Donald Trump. Dessen Sprecherin Karoline Leavitt verkündete anschließend auf der Plattform X knapp: "Beide Treffen verliefen positiv und produktiv!"
Im Fall von Selenskyj klingt das plausibel - Trump bringt ihm mittlerweile deutlich mehr Respekt entgegen. Die beiden hatten sich in den vergangenen Wochen am Rande verschiedener Gipfel mehrfach persönlich gesprochen. Das Treffen im Weißen Haus fand nun hinter verschlossenen Türen statt und endete US-Medien zufolge nach einer guten Stunde.
Der verstorbene US-Politiker Graham war in Washington einer der einflussreichsten Senatoren.
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Selenskyj teilte später auf X mit, es sei um eine Stärkung der ukrainischen Flugabwehr gegen russische Raketenangriffe gegangen. "Der Präsident und ich haben über Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Abfangraketen gesprochen und andere Dinge, die helfen können", schrieb er. Außerdem sei es um eine Wiederbelebung der diplomatischen Bemühungen um ein Kriegsende gegangen. "Ich bin den Vereinigten Staaten dankbar für ihre feste Unterstützung", erklärte Selenskyj.
Die USA sehen sich in dem Krieg als Vermittler - ihre Bemühungen für ein Kriegsende sind zuletzt aber auch infolge des eigenen Kriegs gegen Iran in den Hintergrund geraten. Es wird erwartet, dass Selenskyj im Anschluss an die Gedenkveranstaltung für Graham am Abend Senatoren beider Parteien trifft. Nach Informationen des US-Portals The Hill wurden alle 100 Senatoren zu dem Treffen eingeladen.
Ukraines Präsident Selenskyj wird im Weißen Haus empfangen - die die Zeichen stehen weiter auf Annäherung.
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In der Kongresskammer wird seit langem über ein neues Sanktionspaket gegen Russland verhandelt, das der Trump-Verbündete Graham maßgeblich vorangetrieben hatte. Nun wurde bekannt, dass Senatoren beider Parteien eine Einigung dazu errungen haben. Das Gesetz soll laut neu veröffentlichten Ergänzungen den Namen Grahams tragen.
Es setzt vor allem bei Erdgas- und Ölexporten an - einer zentralen Geldquelle für den russischen Staat zur Finanzierung des Angriffskriegs in der Ukraine. Das Gesetz berechtigt den US-Präsidenten, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie die fünf Länder, die Russland am stärksten helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die wichtige Käufer von russischem Erdöl sind.
Medienberichten zufolge könnte das Gesetz noch diese Woche im Senat verabschiedet werden. Allerdings ist die zweite Kongresskammer, das Repräsentantenhaus, bereits in den Ferien, so dass es nicht vor September in Kraft treten dürfte.