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Dragon Age: Ein Remaster wird es wohl nicht geben und das liegt laut Produzent an der Engine
Ex-BioWare-Producer Mark Darrah erklärt, warum eine Neuauflage der ersten drei Rollenspiele im Gegensatz zu Mass Effect wohl niemals erscheinen wird.
Der ehemalige BioWare-Producer Mark Darrah hält ein Remaster der ursprünglichen Dragon-Age-Trilogie für unwahrscheinlich. Der Grund: Bei den Entwicklern arbeitet schlicht niemand mehr, der sich noch mit der alten Game-Engine auskennt.
Im Gespräch mit FRVR verriet Darrah, dass während seiner Zeit im Studio eine sogenannte „Champion Edition“ für Dragon Age: Origins, Dragon Age 2 und Dragon Age: Inquisition vorgeschlagen wurde. Allerdings gab es bei diesem Plan wesentliche Hürden.
Anders als Mass Effect – das 2021 mit der Legendary Edition eine überarbeitete Trilogie erhielt – gestaltet sich eine Neuauflage von Dragon Age laut Darrah deutlich schwieriger. Das liegt daran, dass das Rollenspiel im Gegensatz zu Mass Effect nicht auf der Unreal Engine basiert, sondern auf einer erweiterten Version der Aurora-Engine läuft. Auf genau dieser Engine baut übrigens auch das allererste The Witcher sowie die genialen Rollenspiele der Reihe Star Wars: Knights of the Old Republic auf.
„Bei BioWare versteht im Grunde niemand mehr die Aurora-Engine“, erklärte Darrah gegenüber FRVR. „Anders als bei Mass Effect, wo Unreal im Einsatz war, gibt es daher praktisch keine externen Studios, die euch dabei helfen könnten.“
Dragon Age: Origins nutzte die Eclipse-Engine (eine weiterentwickelte Version von Aurora), während Dragon Age 2 auf der Lycium-Engine lief – ebenfalls eine hauseigene BioWare-Technologie auf Aurora-Basis. Inquisition setzt hingegen auf Frostbite, was eine Modernisierung im Vergleich zu den Vorgängern spürbar erleichtern würde.
Darrah ergänzt, dass ein Remaster der Dragon-Age-Trilogie ein „völlig neues Team“ erfordern würde, bezweifelt jedoch, dass es dazu kommt. Er betont gegenüber FRVR: „EA mag keine Mitarbeiter. Wenn man so etwas also anpackt, müsste das unter dem Dach von BioWare geschehen – und genau diese Leute könnten dann an keinem anderen Projekt arbeiten.“ Dennoch zeigt sich Darrah überzeugt, dass sich eine solche Neuauflage hervorragend verkaufen würde.
Das sind zweifellos dämpfende Nachrichten. Der Haken an hauseigenen Engines zeigt sich meist erst Jahre später: Wenn Mitarbeiter das Studio verlassen oder von EA entlassen werden, wie es bei vielen der Fall war, geht wertvolles internes Wissen über ältere Projekte verloren. Rein wirtschaftlich müsste EA heute wohl gigantische Mengen an Zeit und Geld investieren, um eine Remaster-Trilogie von Dragon Age auf die Beine zu stellen.
Seit seinem Abschied von BioWare im Jahr 2020 äußert sich Darrah immer wieder offen zu früheren Projekten des Entwicklers. Erst Anfang des Jahres sprach er über Anthem und die Chance, das Spiel in den Händen der Community weiterleben zu lassen – vorausgesetzt, die dafür entwickelte Technologie lässt sich „retten und wiederherstellen“.