// TAGESSCHAU AUSLAND — MONDO
Viele Migranten verlassen die spanische Exklave Ceuta wieder
Zehntausende Menschen haben den Behörden zufolge die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta überquert. Dabei kamen mindestens 57 Menschen ums Leben. Inzwischen haben viele Migranten die Stadt wieder verlassen.
Was gestern passierte, kehrt sich heute um: Menschen treten zu Hunderten den Rückweg an - klettern über die Grenzmole der Exklave Ceuta zurück auf marokkanisches Staatsgebiet. Laut Spaniens Innenministerium haben bis zum Abend mehr als 48.000 Migranten Ceuta bereits wieder verlassen.
Dabei sah es noch in der Nacht ganz anders aus. Der Druck auf die Grenze der Stadt hielt an. Dieser Mann aus Marokko sagte: "Wir wollen eine bessere Zukunft. In Marokko gibt es nichts. Man kann nichts machen. Wir arbeiten hart und verdienen wenig. Unsere Gesundheit leidet unter der Arbeit."
In den vergangenen Tagen waren etwa 60.000 Menschen von Marokko in die spanischen Exklave Ceuta gelangt. Viele davon schwimmend. Eine gefährliche Aktion, die bis zu vier Stunden dauern kann. Zurückgelassene Schwimmringe und Kleidung schwammen im Meer. Viele kletterten aber auch über die Grenzzäune. Mindestens 57 Menschen kamen nach Angaben spanischer Behörden ums Leben.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez verurteilte die massenhaften Grenzübertritte als Verletzung der territorialen Integrität.
Binnen weniger Tage sind wohl Hunderte Migranten in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta gelangt.
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In Ceuta leben etwa 83.000 Menschen, die Versorgung der Neuankömmlinge löste eine Krise aus. Tausende mussten die Nacht draußen im Freien verbringen - unter ihnen überwiegend junge Männer, aber auch Familien mit Frauen, kleinen Kindern und Babys. Kirchen und andere Organisationen halfen mit dem Nötigsten.
Spaniens Regierung setzte das Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein. Regierungschef Sánchez übernahm nach Beratungen mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska sowie Sicherheitskräften und Behörden Verantwortung für die Situation.
Spaniens Ministerpräsident Sánchez reist heute in die Exklave Ceuta, um dort mit Sicherheitsbehörden zu beraten.
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Sánchez sagte den Einwohnern Ceutas Unterstützung zu und kündigte Rückführungen an: "Die Rückführung der Migranten, die vor allem seit gestern irregulär eingereist sind, läuft bereits. Viele von ihnen verlassen das Land schon wieder."