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Irland beabsichtigt Bau einer 600-MW-Energiespeicheranlage für 2 Milliarden Euro
Irland will überschüssige Energie aus Erneuerbaren Energien zu grünem Wasserstoff umwandeln. In Spitzenlastzeiten kann daraus wieder Strom produziert werden.
So soll der Rathrush Green Energy Park nach der Fertigstellung aussehen.
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Das irische Energieunternehmen Net Zero Energy (NZE) plant im Rathoe im irischen County Carlow den Bau des Rathrush Green Energy Parks, eine Energiespeicheranlage mit einer Leistung von 600 MW. Überschüssige Energie aus Wind und Sonne soll in Wasserstoff umgewandelt und in ausgebauten Felskavernen in der Tiefe gespeichert werden. Die Kosten für das Projekt sollen sich auf insgesamt 2 Milliarden Euro belaufen.
Der Energiespeicher soll auf einem 202.343 m² großem Gelände nahe Rathoe errichtet werden. Er soll überschüssige Energie von Windrädern und Solarparks aufnehmen. Denn sonst müssten Teile dieser Anlagen abgeschaltet werden, und eigentlich verfügbare Energie ginge verloren. In Zeiten mit Wind und Sonnenflaute und bei Überbedarf soll der Energy Park dann wieder Energie abgegeben. Bis zu 600 MW an Leistung, so der Plan von NZE, liefere die Anlage dann quasi auf Knopfdruck. Die Energiespeicheranlage nimmt überschüssigen Strom aus ganz Irland auf.
Die Energie wird in der Anlage allerdings nicht direkt in Batterien gespeichert, sondern in grünen Wasserstoff umgewandelt. Der Wasserstoff soll dann komprimiert und tief in den Untergrund in speziell dafür ausgekleidete Felskavernen gepumpt werden. Liegen Spitzenlasten im nationalen Stromnetz vor, wird der Wasserstoff zurück an die Oberfläche gepumpt, um damit Turbinen anzutreiben, die daraus Strom generieren.
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Für das irische Stromnetz bedeutet die geplante Energiespeicheranlage eine große Kapazitätserweiterung. Sie wird dann etwa 30-mal mehr grüne Energie zur Verfügung stellen als das Pumpspeicherkraftwerk Turlough Hill in Wicklow und etwa siebenmal so viel wie das Wasserkraftwerk Ardnacrusha.
Das soll nach Angaben von Net Zero Energy für massive Einsparungen an CO₂-Emissionen sorgen. Rund 180.000 Tonnen sollen sich so jährlich verhindern lassen, etwa so viel, wie 40.000 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor erzeugen. Die irische Regierung erhofft sich zusätzlich, dass die Energiespeicheranlage dabei hilft, die ambitionierten EU-Klimavorgaben zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden.