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heise+ | Rechner übers Netz per Browser fernsteuern: Luckfox PicoKVM im Test
Extra ins Büro, um den Server per BIOS-Eingriff wieder flott zu kriegen? Den Weg kann ein IP-KVM wie der PicoKVM ersparen. Wir haben ihn ausprobiert.
Bei modernen Serverboards stecken IPMI-Systeme zum Fernbedienen per Keyboard-Video-Mouse over IP, kurz IP-KVM, schon seit vielen Jahren auf der Platine. Das erleichtert Admins in Rechenzentren die Arbeit, weil sie keinen Rollwagen mit Monitor, Tastatur und Maus mehr durch die Gegend schieben müssen. Außerdem können sie per VPN auch aus dem Homeoffice rettende Eingriffe simpel per Browser tätigen.
Nachbauten als ansteckbare Geräte für beliebige Hosts mit HDMI-Videoport und USB-Anschluss gibt es von verschiedenen Herstellern. Eine sparsame Ausführung wie den Luckfox PicoKVM findet man schon für rund 60 Euro; damit lässt sich ein Heimserver für ein Taschengeld fernsteuerbar machen. Wir haben das KVM-Klötzchen an einem NAS ausprobiert, inklusive Installation eines fremden Betriebssystems übers Netz aus dem Homeoffice.
Wer keinen nackten Platinenstapel hinter dem Rechner verstecken will, bekommt das Gerät als Full-Version für knapp 84 Euro auch im Gehäuse mit 1,5-Zoll-Touchscreen. Der PicoKVM braucht nur drei Verbindungen: ein HDMI- und ein USB-Käbelchen zum Host sowie einen RJ45-Patch ins Netzwerk. Per USB bekommt er Energie und agiert als Tastatur, Maus und Massenspeicher. Den HDMI-Videostream kodiert er in drei wählbaren Qualitätsstufen entweder mit H.264 oder H.265, damit das Bild mit niedriger Bitrate durchs Netz flutscht.
Statt auf Level 3, 4 und 5 zu setzen, forciert die Industrie KI-basierte Assistenten, die günstiger sind, mutmaßlich viel können, aber überwacht werden müssen.
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