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NASA fördert Drohne für Höhlenerkundung auf dem Mond
Unter der Mondoberfläche gibt es riesige Höhlensysteme. Sie zu erkunden ist schwierig. Das US-Unternehmen Stone Aerospace tüftelt an einer Lösung.
Künstlerische Darstellung einer Monderkundungsdrohne im Einsatz
Unter der Mondoberfläche gähnen Lavahöhlen, riesig groß und stockdunkel. Dort könnte gut ein Habitat für künftige Mondkolonisten errichtet werden. Allerdings hat noch niemand einen Blick in die Höhlen werfen können. Das UN-Unternehmen Stone Aerospace soll im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (NASA) eine Drohne entwickeln, das die Mondhöhlen erkunden soll.
Der Zugang sind oft tiefe Löcher, von denen die Höhlen abzweigen. Das Erkundungsfahrzeug muss also zunächst absteigen, um dann in die Höhe vordringen zu können. Dorthin fällt kein Sonnenstrahl, sodass die Energieversorgung schwierig ist. Zudem bricht tief unter der Erde der Funkkontakt zum Landefahrzeug ab, das heißt, Kommunikation und Navigation stehen nicht zur Verfügung.
Stone Aerospace hat eine Lösung erdacht, um mit allen diesen Unwägbarkeiten auf einmal fertig zu werden: Die Erkundung soll eine kleine Drohne vornehmen, die mit einem dünnen Glasfaserkabel mit einem Rover oder dem Landefahrzeug verbunden ist. Auf dem Fahrzeug ist eine Kabeltrommel montiert, von der aus das Kabel abgerollt wird, sowie ein Laser.
Dieser erfülle drei Funktionen, schreibt Gilly Elor, Chefphysikerin von Stone Aerospace, in einem Beitrag auf der NASA-Website: eine stabile und schnelle Datenübertragung, die Stromerzeugung an Bord der Drohne und als Antrieb für ein Ionentriebwerk.
„Zusammengenommen gehen wir davon aus, dass dies Reichweite, Dauer und Qualität der wissenschaftlichen Forschung und Erkundung im unterirdischen Bereich des Mondes (und später des Mars) deutlich verbessern wird“, schreibt sie. Das System könnte die erste extraterrestrische Höhlenerkundung ermöglichen.
Das Power-over-Fibre-Konzept (etwa: Energie per Glasfaser, PoF) hat die NASA offensichtlich überzeugt: Die Raumfahrtbehörde hat Stone Aerospace 175.000 US-Dollar für eine Machbarkeitsstudie zugesprochen.
Die Lavahöhlen auf dem Mond sind viel größer als ihre irdischen Pendants – ein Kandidat im Mare Tranquillitatis etwa hat einen Durchmesser von knapp 100 Metern und ist 133 Meter tief. Am Grund zweigen mutmaßlich Höhlen seitlich ab. Dort könnten künftige Mondkolonisten ihr Habitat bauen. Viele Meter an Regolith und Magma schützen vor der kosmischen Strahlung. Zudem liegt die Temperatur in den Höhlen bei moderaten 17 Grad Celsius. Auf der Oberfläche wird es tagsüber dagegen 120 Grad Celsius, während die Temperatur nachts auf minus 170 Grad Celsius fällt.
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