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Restaurants geben reduzierte Mehrwertsteuer kaum weiter
Im Januar wurde der Mehrwertsteuersatz auf Speisen in der Gastronomie reduziert. Eine neue Befragung zeigt, dass die große Mehrheit der Betriebe ihre Preise seitdem nicht gesenkt hat.
Im Restaurant von Amritvir Singh Dillon gibt es zwei klare Bestseller: das Butter Chicken und das Chicken Tikka Masala. Beide Gerichte kosten jeweils 18,90 Euro. Damit liege er im Vergleich zu anderen indischen Restaurants wohl eher im oberen Bereich, sagt der Gastronom aus dem nordrhein-westfälischen Wermelskirchen selbst.
Im Januar hatte er die Gelegenheit, die Preise für seine Gäste zu senken. Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie zu Jahresbeginn von 19 auf 7 Prozent reduziert. Dillon hat sich aber gegen die Preissenkung entschieden, wie die meisten anderen Gastronomen in Deutschland auch.
19 Prozent auf alles? Das würde viele Waren verteuern. Doch Fuest hat auch eine Idee zur Sozialverträglichkeit.
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Denn in den vergangenen Monaten hätten sich auch seine Kosten stark erhöht. "Die Fixkosten, die Einkaufskosten, die Personalkosten", so der Restaurantinhaber. Der gesetzliche Mindestlohn, den er seinen Service-Mitarbeitern zahlt, ist zu Jahresbeginn deutlich gestiegen.
Hinzu kämen Preissprünge bei Lebensmitteln. Gerade erlebe er das beim Rapsöl. Sein Lieferant habe ihm in der vergangenen Woche geraten, schnell noch einige Kanister zu bestellen, denn schon bald würden die Preise wieder erhöht.
Die anstehende Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie dürfte bei den meisten Gästen nicht ankommen.
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Der Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA hat etwa 2.000 Gastronomie-Betriebe in Deutschland zur Senkung der Mehrwertsteuer befragt. Demnach haben 73,4 Prozent von ihnen die Preise stabil gehalten. Wie viele der übrigen Gaststätten die Preise gesenkt und wie viele sie erhöht haben, gibt der Verband nicht an.
Preissenkungen dürften aber eher die Ausnahme gewesen sein. Laut Statistischem Bundesamt sind die Preise für eine Hauptspeise in der Gastronomie am Jahresanfang im Durchschnitt gestiegen. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz habe dazu beigetragen, dass Preiserhöhungen deutlich geringer ausgefallen seien, heißt es vom DEHOGA.
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