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Im Test vor 15 Jahren: Corsair Force GT in Ferrari-Rot zur Bestleistung
Die Corsair Force GT (Test) war im Jahr 2011 die schnellste SSD des Herstellers. Mit einem SandForce-Controller, schnellem NAND von Micron und einer Farbauswahl, die an ein Ferrari-Rot erinnerte, wollte Corsair Kunden locken.
Im Inneren der Corsair Force GT fand sich der bekannte SandForce SF-2281-Controller, der so ebenfalls in der sehr schnellen Extremememory XLR8 Express zu finden war. Corsair paarte diesen mit synchronem NAND von Micron, der in einem 25-nm-Verfahren hergestellt wurde. Der Hersteller bezifferte die maximalen sequentiellen Transferraten der SATA-SSD auf 555 MByte/s beim Lesen und 515 MByte/s beim Schreiben. Beim wahlfreien Zugriff gab Corsair bis zu 85.000 IOPS an. Bei dem Modell im Test handelte es sich um eine 120-GByte-Variante, wobei Anwendern ebenfalls Versionen mit 60 GByte oder 240 GByte Kapazität zur Auswahl standen.
In den theoretischen Benchmarks bestätigten sich die Herstellerangaben. In ATTO, das die sequentiellen Transferraten maß, erreichte die Corsair Force GT ziemlich genau die vom Hersteller spezifizierten Werte. Wenig überraschend war sie mit der MX-DS Turbo von Mach Xtreme gleichauf, da beide Modelle über den gleichen Controller und NAND verfügten. Die Extremememory XLR8 Express mit ihrem schnelleren NAND lag leicht vorne. In AS SSD, der realistischere Leistungswerte ermittelte, konnte die Force GT sich beim sequentiellen Lesen mit den anderen SandForce-SSDs an die Spitze absetzen. Beim sequentiellen Schreiben fiel die Leistung hingegen etwas ab. Das lag vor allem an der geringeren Kapazität von 120 GByte und war vergleichbar mit der MX-DS Turbo. Bei wahlfreien Zugriffen und der Zugriffszeit zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Insgesamt war die Leistung der Force GT auf den Controller und den NAND zurückzuführen und somit äquivalent mit der MX-DS Turbo.
In der Praxis waren die Unterschiede zwischen den verschiedenen SSDs gering. Bei der Bootzeit landete die Force GT knapp auf dem letzten Platz, während sie sich bei Anwendungsstarts im Mittelfeld platzierte. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich beim Entpacken eines Windows-7-Image, wo die Force GT etwa mit der MX-DS Turbo gleichzog. Bei Programminstallationen gab es nahezu keine Unterschiede zwischen den Modellen. Bei einem Antivirus-Scan waren zumindest die langsamsten Modelle etwas abgeschlagen, aber auch hier lag der Effekt eher im mess- als im spürbaren Bereich.
Über den Test hinweg lieferte die Corsair Force GT eine sehr gute Leistung. Wie erwartet war sie der MX-DS Turbo mit dem gleichen Controller und Speicher ebenbürtig – am Ende zählte nur, was unter der Haube steckte, und nicht, welches Logo darauf prangte. Preislich war die Force GT zwar deutlich attraktiver als die Corsair F120, die ein Jahr zuvor knapp 70 Euro mehr bei der gleichen Kapazität kostete, die Konkurrenz war aber dennoch einen Schritt voraus. Crucial konnte durch die hauseigene Speicherfertigung die besten Preise bieten: Die M4 war zwar etwas langsamer als die Force GT, diese war jedoch 24 Prozent teurer. Der Mehrwert für die schnellere und teurere SSD war dabei in der Praxis gering.
In der Kategorie „Im Test vor 15 Jahren“ wirft die Redaktion seit Juli 2017 jeden Samstag einen Blick in das Test-Archiv. Die letzten 20 Artikel, die in dieser Reihe erschienen sind, führen wir nachfolgend auf:
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