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Ukraine und Serbien wollen stärker kooperieren - trotz Belgrads Kreml-Nähe
Serbien pflegt enge Beziehungen zu Russland. Dennoch war der ukrainische Präsident Selenskyj in Belgrad - zu seinem ersten offiziellen Besuch. Neben einem Freihandelsabkommen ging es auch um Kosovo - und Russlands Angriffskrieg.
Auftakt des ersten offiziellen Besuchs des ukrainischen Staatspräsidenten in Belgrad. Zu den Klängen der ukrainischen Nationalhymne verfolgten Wolodymyr Selenskyj und sein Gastgeber, Serbiens Präsident Aleksandar Vucic, die Begrüßungszeremonie unter einer heißen Samstagsonne.
Für beide Staatschefs war es eine politische Premiere. Doch beide Politiker konzentrierten sich während der Visite Selenskyjs beim Partnerland Russlands in Europa vor allem auf eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Selenskyj und Vucic vereinbarten, bis zum Jahresende ein Freihandelsabkommen zwischen beiden Staaten abzuschließen.
Der serbische Präsident betonte auf der gemeinsamen Pressekonferenz: "Das Freihandelsabkommen mit der Ukraine ist von höchster Bedeutung für unser Land und wir werden hart arbeiten, um für unsere Bevölkerungen dies zustande zu bekommen."
Für Serbien ist das angestrebte Freihandelsabkommen tatsächlich von großer Bedeutung, da es eine Voraussetzung für Serbiens Beitritt zur Welthandelsorganisation und zur Europäischen Union ist.
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Der ukrainische Präsident hob hervor, bei seinen Gesprächen mit Vucic sei es um gemeinsame Infrastrukturprojekte sowie die Zusammenarbeit bei der Energie- und Ernährungssicherheit für den kommenden Winter gegangen.
Er warnte in Anwesenheit des serbischen Präsidenten vor den Folgen der verstärkten russischen Angriffe für die Energieversorgung seines Landes. Die Ukraine habe vor dem kommenden Winter "praktisch keine intakten Wärmekraftwerke mehr", sagte Selenskyj.
Serbiens staatliche Ölfirma ist mehrheitlich in russischer Hand und wird nun von den USA sanktioniert.
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Auf die Frage nach den aktuellen Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine sagte der Präsident: