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Steam-Hardware: Hacker-Angriff auf Vertriebspartner leakt europäische Kundendaten
Wer einst Geräte bei Valve kaufte, muss nun aufpassen. Wegen eines Lecks warnt das Unternehmen vor gezieltem Phishing durch gestohlene Adressen und Nummern.
Zum Start in die neue Woche gab es eher unschöne Nachrichten für Kundinnen und Kunden aus Europa, die sich eine Steam Machine oder einen Steam Controller gekauft haben.
Valve hat nämlich per E-Mail darüber informiert, dass es ein Datenleck beim europäischen Vertriebspartner CEVA Logistics gab. Persönliche Informationen könnten somit in die Hände von Hackern gelangt sein.
Beim sogenannten Phishing nutzen Kriminelle erbeutete, echte Kundendaten (wie Namen, Adressen und Hardware-Käufe), um täuschend echte E-Mails zu verfassen. Das Ziel ist es, das Opfer in Sicherheit zu wiegen, um ihm in einem zweiten Schritt Passwörter oder Bankdaten zu entlocken.
Nach Angaben von Valve umfassen die entwendeten Informationen keinerlei Zahlungsdaten oder Passwörter – betroffen sind jedoch potenziell Namen, Adressen, Länder, Telefonnummern und die E-Mail-Adressen eurer Steam-Accounts. Auch Details zu Hardware-Käufen haben die Hacker womöglich abgegriffen.
Valve warnt mit der Mail vor möglichen Folgen, denn Hacker könnten jetzt versuchen, über vermeintlich offizielle E-Mails an weitere persönliche Informationen zu gelangen oder Malware zu installieren.
"Rechnet mit Fake-Nachrichten per E-Mail, SMS oder Telefon", teilt Valve mit. Aufgrund möglicherweise zutreffender Angaben zu Hardware-Bestellungen könnten solche Versuche zunächst echt erscheinen, ebenso könnte man euch eure eigene Adresse nennen, um vertrauenswürdig zu wirken.
Was auch immer von euch verlangt wird, wenn man euch kontaktiert, solltet ihr laut Valve einfach ignorieren und als Fake einstufen. Gleichzeitig bemühe sich Valve darum, den kompletten Umfang der gestohlenen Daten und den genauen Hergang restlos aufzuklären.
"Wir informieren derzeit die Datenschutzbehörden in den betroffenen Ländern", heißt es in dem Statement. CEVA hat die kompromittierten Systeme mittlerweile isoliert, komplett vom Netz genommen und externe Ermittler eingeschaltet.
Wenn ihr zuletzt also Hardware bei Valve bestellt habt, solltet ihr in nächster Zeit vorsichtig sein.