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Spanien: Vorfreude auf Sonnenfinsternis, Angst vor Waldbränden
Über weiten Teilen Spaniens ist am Mittwoch die totale Sonnenfinsternis zu sehen. Einheimische und Urlauber wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Wegen der Waldbrände gelten strenge Regeln. Nach Mallorca wurde sogar die Armee geschickt.
Spanien bereitet sich auf ein Jahrhundertereignis vor: Am Mittwoch lässt sich von dort aus die totale Sonnenfinsternis beobachten, bei der sich der Mond vor die Sonne schiebt.
Das Himmelsspektakel sorgt für einen Touristenboom: Hunderttausende Menschen dürften zusätzlich zu Millionen Urlaubern nach Spanien gelockt werden. Die Sonnenfinsternis dauert zwar je nach Standort nur rund eine Minute - für Hotels, Restaurants und andere kleine Betriebe in Spaniens Hinterland könnte sie sich jedoch als Goldgrube erweisen.
Nach Dürren und Hitzewellen erleben beide Länder eine außergewöhnliche Waldbrandsaison.
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Quer durch Nordspanien bis zu den Balearen - in der sogenannten Totalitätszone, wo die Finsternis total ist - herrscht bereits Ausnahmezustand. Hotels sind vielerorts ausgebucht, die wenigen verbliebenen Zimmer kosten oft ein Vielfaches der üblichen Saisonpreise im August.
Privatleute bieten Dachterrassen oder Gärten mit freier Sicht auf den Abendhimmel an. Für besonders begehrte Balkone werden nach Medienberichten bis zu 700 Euro verlangt.
Reiseveranstalter sprechen von einer Nachfrage, wie sie sonst nur bei internationalen Großereignissen zu beobachten ist. Nach Berechnungen des Beratungsunternehmens AFI wird das astronomische Ereignis 421 Millionen Euro zusätzliche Wirtschaftsleistung bringen. Rund 327.000 Menschen werden demnach eigens wegen des Naturschauspiels zur Totalitätszone reisen, geschätzte 80 Prozent davon aus dem Ausland.
Die größten Gewinner werden mehrheitlich Gegenden sein, die nicht im Fokus der Urlauber stehen. Es ist die sogenannte "España vaciada" - die dünn besiedelten und von Landflucht geprägten Regionen im Landesinneren.
Campingplätze und Unterkünfte in der Gegend meldeten bereits Monate vor dem Ereignis ausgebuchte Kapazitäten. Auch kleinere Provinz-Hauptstädte wie León oder Burgos profitieren von dem Boom. Nach Angaben von AFI stiegen die Hotelbuchungen in kleineren Städten entlang der Finsternisroute gegenüber dem Vorjahr um 383 Prozent.
Wie lässt sich Waldbrandgefahr eindämmen? Ein EU-Forschungsprojekt versucht, Antworten zu finden.
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