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Blauer Himmel: Vorsicht bei Smartphone-Fotos von partieller Sonnenfinsternis
Am Abend kann man eine partielle Sonnenfinsternis beobachten, das Wetter spielt mit. Mit dem ungeschützten Smartphone sollte man sie aber nicht fotografieren.
Vor der partiellen Sonnenfinsternis am Mittwochabend hat der österreichische Mobilfunkbranchenverband FMK davor gewarnt, das Himmelsschauspiel mit dem Smartphone zu fotografieren. Bei längerer Fokussierung auf die nur teilweise verdunkelte Sonne riskiere man die Zerstörung des empfindlichen Bildsensors, heißt es vom Forum Mobilkommunikation. Wer die Sonnenfinsternis mit einem Mobiltelefon ablichten will, benötige einen Solarfilter vor der Kameralinse, „Sonnenbrillen oder improvisierte Filter bieten keinen ausreichenden Schutz“. Grund sind die von der Optik gebündelten Lichtstrahlen, die den Sensor beschädigen können. Das gilt auch für andere Kameras, keine andere Geräteklasse ist aber so weit verbreitet und wird von so vielen Laien benutzt wie Smartphones.
Die Expertinnen und Experten versichern aber, dass mit der richtigen Vorbereitung auch mit dem Smartphone „eindrucksvolle Schnappschüsse“ der partiellen Sonnenfinsternis möglich seien, ohne dass die Technik dabei gefährdet werde. Abgesehen von dem Solarfilter empfehlen sie dabei den Pro-Modus der genutzten Kamera-App. In der kann man einen niedrigen ISO-Wert und eine kurze Belichtungszeit einstellen. Dadurch würden Überbelichtungen vermieden und Fotos sowie Videos schärfer beziehungsweise detailreicher.
Die Sonnenfinsternis ist am Abend überall im deutschsprachigen Raum nur als partielle zu sehen, los geht es gegen 19:22 Uhr. Dann steht sie nur noch etwa 12 Grad über dem Horizont, im Verlauf des Schauspiels wird sie immer weiter absinken. Für die Beobachtung ist deshalb ein Standort mit freier Sicht nach Westen zum Horizont unerlässlich. Das Wetter soll dieses Mal überall mitspielen. Weil die Sonnenfinsternis aber – anders als in Island oder Spanien – hierzulande nicht total sein wird, müssen die Augen beim Beobachten trotzdem zu jeder Zeit geschützt werden. Einen hinreichenden Schutz bieten zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen („SoFi-Brille“), die man beim Augenoptiker bekommt.
Hinweise für eine sichere Beobachtung hat das Bundesamt für Strahlenschutz zusammengetragen. Ausdrücklich gewarnt wird dabei nicht nur vor direkten Blicken mit Ferngläsern, Teleskopen oder Kameras – also nicht nur Smartphones. Sie alle bündeln die Strahlen zusätzlich. Für solche Geräte gibt es spezielle Filteraufsätze oder Folien im Fachhandel. Vollkommen ungeeignet sind demnach auch „herkömmliche Sonnen- oder Schweißerbrillen, rußiges Glas, Röntgenbilder, CDs, mehrfach gefaltete Rettungsdecken oder schwarze Filmstreifen“. Sie alle bieten keinen ausreichenden Schutz und gefährden stattdessen die Gesundheit. Viel besser sind dagegen Projektionen durch eine Lochkamera. Diese Camera obscura eignet sich auch für den Einsatz durch Kinder.
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