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Deep Robotics' beräderter Roboterhund Lynx M20 überwacht Antilopenpopulation
Den Roboterhund Lynx M20 setzen Forscher zur Wildtierbeobachtung ein. Das Verhalten und die Population tibetischer Antilopen soll so erforscht werden.
Der Lynx M20 von Deep Robotics nähert sich tibetischen Antilopen.
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Das chinesische Robotikunternehmen Deep Robotics unterstützt mit seinem vierbeinigen Roboterhund Lynx M20, der zusätzlich mit Rädern ausgestattet ist, Feldbeobachtungen und die Verhaltensforschung tibetischer Antilopen. Dies geht aus einem Post auf X hervor. Die Herden, die mit ihren neugeborenen Kälbern zwischen Juli und September in das Naturschutzgebiet Serling Tso im autonomen Gebiet Tibet in 4700 m Höhe zurückkehren, bewegen sich dabei in schwierigen Geländeformationen. Der M20 ist für extreme Umgebungen ausgelegt und kann sich durch seinen geräuscharmen Betrieb den Tieren nähern.
Wissenschaftliche Wildtierbeobachtungen erweisen sich als schwierig, denn die Tiere bewegen sich mitunter in nur schwierig zugänglichen Lebensräumen unter wechselnden klimatischen Bedingungen. Das trifft vor allem auf Hochgebirgslagen zu, in denen sich die tibetischen Antilopen im Naturschutzgebiet bewegen.
Um belastbare Daten über die Antilopen zu erlangen, müssen die Beobachtungen dicht an der Herde erfolgen. Das ist aber bei den scheuen Tieren nur schwer möglich. Ein Ansatz war es, einen X30-Roboter von Deep Robotics als Antilope getarnt direkt in die Herde zu integrieren. Allerdings handelte es sich dabei um einen vierbeinigen Roboter, der durch diesen Fortbewegungsmechanismus viel Strom benötigt, was sich als unpraktikabel herausgestellt hat.
Der Lynx M20 von Deep Robotics bewegt sich dagegen ferngesteuert auf vier Beinen und Rädern fort. Mit dieser Kombination kann er sich durch schwieriges Gelände fortbewegen und Hindernisse bis zu 80 cm und Steigungen bis zu 45 Grad überwinden. Zugleich benötigt er weniger Energie durch seine teilweise rollende Fortbewegung. Entsprechend müssen die Akkus nicht so oft nachgeladen oder ausgetauscht werden. Sie halten bis zu 3 Stunden bei 15 km Reichweite.
Zudem ist der Roboterhund sehr robust. Er erfüllt die IP66-Schutzart, ist damit vollständig staubdicht und gegen starkes Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt. Im Einsatz kann er in einem hohen Temperaturbereich zwischen –20 °C und 55 °C verwendet werden.
Die Wissenschaftler hatten zuvor erprobt, inwieweit sich Roboter überhaupt zur Wildtierbeobachtung eignen. Dabei griffen die Forscher auf die Erfahrungen mit dem als Antilope getarnten X30-Roboter zurück, der 2025 in Hoh Xil zur Verfolgung tibetanischer Antilopen eingesetzt worden war.
Der nun eingesetzte M20 arbeitet deutlich geräuscharmer, sodass er sich den scheuen tibetischen Antilopen besser nähern kann, ohne sie aufzuschrecken. Beobachtungen mit Kameras und die filmische Dokumentation seien so aus nächster Nähe möglich. Sie geben den Forschern Aufschluss darüber, wie sich etwa die Populationen entwickeln. Mit diesen Informationen sollen die Tiere künftig besser geschützt werden.