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Lost Ark: Amazon gibt westliche Server ab – Entwickler Smilegate übernimmt
Der Publisher zieht sich aus der MMO-Sparte zurück. Die Schöpfer des Online-Rollenspiels sichern den Fortbestand aller Charaktere und Konten ab 2027.
Amazon Game Studios hat das Ende des Supports für die westlichen Server des Action-MMOs Lost Ark angekündigt. Ab 2027 zieht sich das Unternehmen zurück.
Das bedeutet aber nicht das Aus für das Spiel. Stattdessen springt der ursprüngliche Entwickler Smilegate ein und übernimmt das Steuer der westlichen Server. Smilegate betreut bereits alle anderen globalen Server. Damit liegt Lost Ark bald wieder komplett in den Händen seiner Schöpfer. Amazon gibt zudem die westlichen Social-Media-Kanäle und die offizielle Webseite ab.
Wann genau diese Übergabe stattfindet, steht noch nicht fest. Der offizielle Blogpost zur Ankündigung spricht lediglich von einem vagen Zeitraum "Anfang 2027".
Euer Charakterfortschritt, Freischaltungen, Speicherstände und euer In-Game-Guthaben bleiben beim Wechsel vollständig erhalten. Auch alle anderen wichtigen Account-Daten übernimmt Smilegate nahtlos. Der Kundensupport ändert sich allerdings. Außerdem müsst ihr nach der Umstellung den neuen Nutzungsbedingungen von Smilegate zustimmen.
Smilegate ist ein südkoreanisches Entwicklungsstudio und Publisher, das 2002 gegründet wurde. Neben dem Action-MMORPG Lost Ark ist das Unternehmen vor allem für den Taktik-Shooter Crossfire bekannt, der weltweit zu den erfolgreichsten Online-Spielen gehört.
Eure aktiven In-Game-Abos enden mit der Umstellung automatisch. Das zwölfmonatige Crystalline-Plus-Abo (im Grunde ein Premium-Battle-Pass) ist bereits aus dem In-Game-Shop verschwunden. Dazu heißt es im offiziellen Blogbeitrag: "Wir raten davon ab, neue Langzeit-Abos abzuschließen. Wir klären gerade noch mit Smilegate, wie wir mit der bereits bezahlten Restlaufzeit umgehen."
Einige kleinere Dinge gehen beim Transfer allerdings doch verloren. Das dürfte bei vielen von euch für Frust sorgen. Eure In-Game-Post, Freundeslisten, Gruppennamen und Blacklist-Notizen verschwinden komplett. Das gleiche Schicksal ereilt Gilden-Spitznamen und interne Gilden-Notizen. Auch eure Festungsgeschenk-Nachrichten, Quiz-Daten sowie sämtliche Chat-Verläufe löscht das System. Wenn ihr nach dem Wechsel weiterspielen wollt, solltet ihr euer Postfach also noch vor dem Jahreswechsel aufräumen. Stellt euch außerdem darauf ein, eure sozialen Kontakte im Spiel danach mühsam neu zu organisieren.
Ziemlich kurios: Die Ankündigung läutet gleichzeitig das Ende für die spanische Lokalisierung ein. Laut dem Blogpost fliegt die spanische Sprachausgabe mit dem Update im Oktober 2026 aus dem Spiel. Ab diesem Zeitpunkt bieten die westlichen Server ausschließlich englische Sprachunterstützung.
Das westliche Entwicklerteam nutzt den Blogpost, um sich bei der Community zu bedanken. Zum Abschluss heißt es: "Aus tiefstem Herzen: Danke für eure Leidenschaft und eure Geduld. Danke, dass ihr Arkesia in den letzten fünf unglaublichen Jahren zu einem echten Zuhause gemacht habt. Wir sehen uns in Arkesia. Das Abenteuer geht weiter."