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Windows-Netzverkehr mitschneiden: Client-Agent Edge Visibility für Allegro
Allegro Packets ergänzt seine zentralen Multimeter-Analyse-Appliances um lokale Agenten für den Datenmitschnitt direkt auf dem Windows-Client oder -Server.
Allegro Packets aus Leipzig hat mit Edge Visibility einen Windows-Agenten für seine Netzwerkanalyse-Appliances Allegro Network Multimeter vorgestellt. Er erfasst den lokalen Datenverkehr direkt auf den Endgeräten wie Arbeitsplatzrechnern oder Windows-Servern. Zudem nutzt er einen lokalen Speicher als Ringpuffer für historische Analysen. Manuelle Mitschnitte auf den Clients zur Fehlersuche werden damit obsolet.
Die Edge-Visibility-Agenten laufen auf den Windows-Endgeräten und schreiben dort kontinuierlich Paketmitschnitte in einen Ringspeicher auf %TEMP%. Dadurch können laut Allegro Netzwerkadmins und -analysten auch Fehler analysieren, die vor Ticketeröffnung durch den Anwender aufgezeichnet wurden. Bis zu fünf Agenten gleichzeitig können eine Analyse-Appliance Allegro Multimeter mit ihren Daten beliefern, die die Appliance dann zentral auswertet. Dadurch entfallen manuelle Tätigkeiten zur Aufzeichnung, Umwandlung und späteren separaten Vorfilterung und Analyse.
Wer kennt nicht den Fall, dass in einem Windows-basierten Netzwerk ein Fehler auftritt, der für die Analyse eines Paketmitschnitts bedarf, etwa bei hängenden Meetings oder träge reagierenden Applikationen im Homeoffice oder an einem entfernten Standort? Bisher griffen Administratoren für die Aufzeichnung auf Tools wie die Bordmittel „netsh trace“, „pktmon“ oder das mit Wireshark installierte CLI-Tool dumpcap zurück. Dabei braucht es jedoch zunächst einer Verbindung zum entfernten PC via Powershell, RDP oder anderer Fernwartungstools, um eine Aufzeichnung durchzuführen. Im Fall der Bordmittel musste man nach der Aufzeichnung auch noch die ETL-Dateien in PCAP umwandeln, um sie später in Wireshark analysieren zu können.
Da die Aufzeichnung ein datenschutztechnisch sensibles Thema ist, gibt es bei Allegro eine Funktion, um einem Admin Zugriff auf den Paketringspeicher zu gewähren. Im Fall der Freigabe baut der Agent eine HTTPS-Verbindung per zuvor generiertem und im Agent hinterlegtem API-Token auf und leitet die aufgezeichneten Daten in Form eines PCAP-Mitschnitts weiter. Es braucht also auch keine aktive Verbindung, die permanent mit ihrem Traffic das Netz belastet und Engpässe gegebenenfalls noch verschlimmern würde.
Die Installationspakete stehen im aktuellen Release 4.7 auf den hauseigenen Appliances zur Verfügung. Auf den Arbeitsplatz-Clients muss Windows neuer als Windows 10 und auf den Servern ein Windows Server ab Version 2016 installiert sein. Bisher stehen jedoch noch keine Varianten für Linux oder macOS bereit. Parametrisieren lassen sich die Agenten per CLI, GUI oder TOML-Konfigurationsdatei. Verbundene Clients sind im Management-GUI der Appliance sichtbar. Nach dem Einrichten können die aufgezeichneten Daten mit den vielfältigen Filtermöglichkeiten der Allegro Appliances ausgewertet oder für Wireshark vorgefiltert werden.
Für Workloads in der Cloud bietet der Hersteller zudem Unterstützung für die Datenanalyse über Mirror-Funktionen in Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP). Zudem ist sie auch auf VMware, QEMU, Hyper-V und Virtual Box lauffähig.
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