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Borderlands - Der allererste Teil wurde in letzter Minute für 50 Millionen Dollar umgebaut - und heute ist der Chef heilfroh darum
Borderlands hat »Nein« zum Einheitsbrei gesagt.
Die »Älteren« von euch erinnern sich vielleicht. Als Borderlands 2007 auf der Leipziger Games Convention und später auf der E3 das erste Mal vorgestellt wurde, sah der Shooter noch ganz anders aus, als wir ihn heute kennen.
Damals wurde er als Mischung aus Diablo und Mad Max präsentiert: Schnelle Gefechte in staubigen Wüsten, mit Fahrzeug-Kämpfen und jeder Menge Bumms. Klingt nach dem, was Fans heute lieben. Allerdings entfaltete sich das Spektakel in einer viel düstereren Umgebung. Statt buntem Cell-Shading-Look gab's hier fast schon schnöden Realismus auf die Augen.
Dass wir Borderlands heute für seinen Comicstil kennen und lieben, haben wir einer teuren Entscheidung auf den letzten Drücker zu verdanken.
Bevor Entwicklerstudio Gearbox mit Borderlands durchstartete, war es für Half-Life-Erweiterungen und Portierungen zum Beispiel von Tony Hawk's Pro Skater und 007: Nightfire bekannt. Ihr erstes eigenes Spiel war der taktische Ego-Shooter Brothers in Arms: Road to Hill 30, der sich als Setting den Zweiten Weltkrieg vorknöpfte.
Schon mit seiner zu dieser Zeit ungewöhnlichen Kombination aus überdrehten Schießereien und Sci-Fi-Anleihen fiel Borderlands da ganz schön aus der Reihe. Was den Artstyle anging, blieb man aber vorerst bei etablierten Konventionen.
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Mit gedeckten Farben und realistischen Modellen wollte man eine sichere Schiene fahren, denn der Markt wurde in den 00er Jahren von Realismus dominiert. Doch dieser Stil fühlte sich für das Spiel irgendwie nicht passend an. Die Spieler-Charaktere flogen meterhoch durch die Luft und Gegner explodierten bei Beschuss – das biss sich zu sehr mit der bodenständigen Grafik.