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Unraid 8: Wechsel zu Fedora-Unterbau, natives Docker Compose und neues Backup-System
von Carsten Knobloch
16. Aug. 2026 |
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Unraid bekommt mit Version 8 ein ordentliches Update unter der Haube, und dieses Mal ist es mehr als nur ein Facelift. Der größte Brocken: Der Hersteller verabschiedet sich von Slackware als Basis und wechselt zu UCore, einer Fedora-Variante aus dem Universal-Blue-Projekt. Grund dafür war offenbar, dass das Patchen von Sicherheitslücken auf Slackware-Basis zunehmend Ressourcen gefressen hat. Am Prinzip des Betriebssystems ändert sich aber nichts, Unraid bleibt bei seinem SquashFS-Ansatz. Dafür gibt es jetzt von Haus aus deutlich mehr Hardware- und Treiberunterstützung, einen containerbasierten Build-Prozess fürs OS und weniger Bastelei bei Zusatztreibern. Das Basis-Image wächst zwar etwas, soll aber unter 4 GB bleiben.
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Praktisch relevant dürfte auch die Entkopplung von Basis-OS, Kernel und der eigentlichen Unraid-Verwaltungsebene sein. GUI und Array-Steuerung lassen sich künftig unabhängig vom darunterliegenden Linux aktualisieren, dazu kommt eine freie Kernel-Wahl zwischen einem konservativen LTS-Kernel für Stabilität und einem aktuelleren für neue Hardware. Zickt ein neuer Kernel, kann man einfach zurückwechseln, ohne dass man auf die restlichen Sicherheitsupdates verzichten muss.
Docker Compose wandert direkt in den Core, Plugins wie Compose Manager Plus werden damit überflüssig. Einzelcontainer und Stacks sollen sich in der UI ohne harten Bruch bedienen lassen, und der App-Store unterstützt künftig neben klassischen XML-Templates auch native Compose-Vorlagen. Neu ist außerdem ein vollständig integriertes Backup- und Restore-System, das ohne separaten Docker-Container auskommt. Als Ziel dienen S3-kompatible Cloud-Speicher, ein Remote-Unraid-Server oder lokaler Speicher, inklusive Snapshot-Support und Restore direkt übers Webinterface.
An der Oberfläche selbst wird ebenfalls geschraubt, Docker, VMs, Storage und Einstellungen sollen konsistenter wirken. Bei Plugins gibt es ein granulareres Berechtigungssystem, Plugins müssen künftig angeben, welche Rechte sie brauchen, etwa Shell-Zugriff, statt wie bisher pauschal vollen Root-Zugriff zu bekommen. Dazu kommt ein offizielles Plugin-SDK für Entwickler. Der Rollout läuft gestaffelt: Zuerst gibt es Infos und Tools für Plugin- und Template-Entwickler, danach eine Closed Beta für registrierte Nutzer, gefolgt von einer offenen Beta und Release Candidates bis zum finalen Release. Wann es konkret so weit ist, steht noch nicht fest.
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