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USA: Alaskas Rohstoffe abbauen - aber wie?
Präsident Trump möchte in Alaska im großen Stil Rohstoffe abbauen lassen. Das aber verlangt den Bau von Straßen - ein teures Vorhaben. Vor Ort trifft ein Projekt zudem auf den Protest von Naturschützern und Indigenen.
Im Labor für Kritische Mineralien der Universität Fairbanks analysiert Piper Kramer Gesteinsproben. Sie will herausfinden herauszufinden, welche seltenen Rohstoffe in den Proben und in Alaska vorhanden sind, und wie viel davon.
Ihr Chef Brent Sheets vom Institute of Northern Engineering zeigt bunte Punkte auf einer Karte - die vielversprechendsten Vorkommen für Kritische Rohstoffe und Seltene Erden in Alaska. "Das sind nur die Hotspots - und man sieht: Das deckt große Teile von Alaska ab", sagt er.
An die Bodenschätze heranzukommen, ist allerdings schwierig. Alaska ist mehr als viermal so groß wie Deutschland, aber das Straßennetz des US-Bundesstaats entspricht nur einem Bruchteil des deutschen. Es konzentriert sich hauptsächlich im Süden, abseits davon kommt man mit dem Auto nicht weit. Schon das könne den Abbau von Rohstoffvorkommen unrentabel machen, erklärt Sheets.
Eine neue Mine müsse deshalb so groß sein, dass sie Kosten für Straßen, Notfallversorgung, Energie und den Transport der Arbeiter abdecke. "Man kann sich vorstellen, dass ein komplett neues Bergwerk hier enorm teuer ist."
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Viele Dörfer und Landstriche im Westen und Norden des Landes sind ganzjährig nur mit kleinen Flugzeugen oder per Hubschrauber zu erreichen. In den Wintermonaten werden Eisstraßen angelegt - und verschwinden im Sommer wieder.
Wenn man in der Luft unterwegs ist, sieht man am Boden mal Gletscher und schneebedeckte Gebirgszüge, mal ausgedehnte Wälder und mal die Weiten der Tundra, durchzogen von Flüssen und Seen. In großen Teilen herrscht hier Permafrost - nur im Sommer tauen die Böden an der Oberfläche ein Stück weit auf.
All das macht Straßenbau schwierig und teuer - beim Bau und bei der Instandhaltung. US-Präsident Donald Trump hat im vergangenen Oktober ein Straßenprojekt wiederbelebt, das sein Vorgänger wegen der voraussichtlichen Auswirkungen auf die Umwelt schon beerdigt hatte: die sogenannte Ambler Road, eine Schotterpiste, mehr als 300 Kilometer quer durch die Wildnis Alaskas und ein Stück durch das Schutzgebiet Gates of the Arctic National Park and Preserve.
"Wir bauen eine Straße, mehr als 200 Meilen lang, durch ein wunderschönes Gebiet, wo das Bauen schwierig ist. Aber wir bekommen das hin und entfesseln damit Reichtümer im Wert von Milliarden", sagte Trump vergangenes Jahr bei der Vorstellung des Projekts.