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Battlefield 6: Das Top-Gun-Event wäre auch ohne die Hollywood-Stars grandios
Die Zwischensequenzen mit Miles Teller hätte es nicht gebraucht. Spielerisch überzeugen die Carrier-Strike-Schlachten und das Kult-Map-Comeback extrem.
Am 18. Juli geht Season 4 von Battlefield 6 in die Danger Zone – pardon, in seine zweite Phase. Der Auftakt für Season 4 mit der Tsuru-Reef-Karte und einem Fokus auf Kanonen- und Motorboote scheint gut angekommen zu sein, wenn man sich die Nutzerzahlen auf SteamDB so anschaut. Auch mir gefiel das Eiland in der japanischen See sehr. Vor einem Monat war mir allerdings noch nicht klar, dass das tatsächliche Highlight dieser Season noch kommen sollte: Das Top-Gun-Event.
Und wie sollte man das auch ahnen? Allzu oft leihen sich Spielehersteller Popkultur-Ikonografie für einen schnellen PR-Stunt. Und als ich sah, dass Miles Teller und Lewis Pullman sowie Charles Parnell ihre Rollen aus Top Gun Maverick für das Battlefield-Event noch einmal bekleiden würden, fühlte ich mich scheinbar bestätigt. Für das fertige Produkt würde dies ein paar kurze Zwischensequenzen bedeuten, die man allzu schnell auswendig kennt und den Rest der Zeit wegdrückt. Lahm im Grunde– aber zum Glück hat das Event auch spielerisch einiges zu bieten.
Ein moderner Ego-Shooter aus dem Hause DICE und Electronic Arts. Die Marke steht traditionell für groß angelegte Multiplayer-Schlachten, intensiven Fahrzeugkampf und dynamische Zerstörung. Mit Season 4 erhält das Spiel nun temporäre Popkultur-Events.
Ich gebe zu: Persönlich setze ich mich eher selten ins Cockpit eines Battlefield-6-Jets. Ich habe Angst, meinem Team zu schaden, weil ich schlecht im Fliegen bin, wodurch ich nur noch schlechter im Fliegen werde und mich noch weniger traue. Ein Teufelskreis. Deshalb würde ich lügen, wenn ich behauptete, der Dogfight-Modus für 12 Mitspielende, der auf den Namen Gauntlet: Fighter Sweep hört, hätte mir viel Spaß gemacht. Konzeptionell traue ich ihm eine Menge zu. Vor allem zu zweit im selben Flieger kann das hier eine Menge Freude bereiten, wenn man weiß, was man tut. Schön ist auch, dass diese Spielvariante sehr einfach gehalten ist: zwei Teams aus Jets, die beide versuchen, die meisten der neutralen Bodenziele auszuschalten. Es ist nicht viel dabei, aber Hobby-Piloten werden ihn mögen.
Was mich hingegen sofort begeistert hat, war der andere Top-Gun-Modus, Carrier Strike. Hierbei versuchen zwei Teams auf der Tsuru-Reef-Karte, den jeweils gegnerischen Flugzeugträger zu versenken. Ihr startet auf eurem Carrier per Boot, Flieger oder Heli und nehmt dann auf der Insel Raketenstellungen ein, die das gegnerische Basisschiff mürbe machen. Haltet ihr den Druck lange genug aufrecht, geht es zum Sturm auf das angeschlagene Großkampfschiff, in dessen Bauch ihr dann um Ziele kämpft, um am Schluss den Reaktor zu sprengen. Vom Gedanken her ist das nah am Escalation-Esprit, nur dass es bildlich und dramaturgisch eindrücklicher rüberkommt, wenn man auf die Zerstörung von etwas so Mächtigem wie einem Flugzeugträger hinarbeitet.
Tatsächlich wurden unsere Partien regelmäßig sehr spannend, weil beide Träger fast zeitgleich ihre Achillesferse preisgaben und damit Ziele für den Kollektiven Ansturm wurden. Hier zwischen Angriff und Verteidigung zu priorisieren, war eine wunderbar chaotische, schwitzige Angelegenheit. Sicher muss hier noch etwas balanciert werden, aber dass mir mein Herz in der feindlichen Basis bis zum Hals schlug, war schon mal ein gutes Zeichen. Ja, ich würde sagen, dass in beide Top-Gun-Modi ordentlich Liebe geflossen ist.
Die hufeisenförmige Pazifikinsel feierte 2002 in Battlefield 1942 ihr Debüt. Aufgrund ihrer enormen Beliebtheit kehrte die Kult-Map seitdem in unzähligen Ablegern zurück, darunter Battlefield 2, Battlefield 1943, Battlefield 3 und Battlefield V.
Außerdem legt Battlefield 6 den Karten-Klassiker Wake Island neu auf, der eigentlich in fast jedem BF, in dem man ihn erleben durfte, eine Bereicherung darstellt. So auch hier. Die hufeisenförmige Insel wirkt dank der Rückkehr des Seekampfes in Season 4 wunderb