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Warframe-Entwickler tief bestürzt über Aus von Destiny 2: "Niemand feiert das"
Das Team von Digital Extremes sieht im Entwicklungsstopp des Bungie-Shooters keinen Grund zur Freude. Laut Megan Everett schwächt der Verlust das gesamte Genre.
Falls ihr euch im Sci-Fi-Gaming-Bereich nicht so auskennt: Einer seiner Giganten hat ein plötzliches und tragisches Ende gefunden. Destiny 2 – ein absolutes Schwergewicht des Genres – wird von seinem Entwickler Bungie keine Updates mehr erhalten. Auch wenn die Fans gerade in Scharen zurückkehren, um den Titel zu feiern, bedeutet dies das Ende einer Ära.
Dieses abrupte Ende treibt viele Spieler dazu, Zuflucht in anderen digitalen Universen zu suchen. Kühlere, berechnende Köpfe sehen darin vielleicht eine Chance für die Konkurrenz. Das Team von Warframe – dem wohl direktesten Mitstreiter von Destiny – zeigt sich nach außen hin jedoch vor allem tief betrübt.
"Ehrlich gesagt ist es herzzerreißend. Es ist absolut erschütternd. Ich hätte nie gedacht, dass ich den Tag erlebe, an dem ich einen Artikel von Bungie lese, in dem im Grunde das Aus von Destiny 2 verkündet wird", erklärte Community Director und Live Ops Lead Megan Everett gegenüber Eurogamer.
"Das ist meine persönliche Meinung, aber ich weiß, dass viele das genauso sehen. Niemand feiert, was Destiny, den Spielern und dieser Geschichte widerfahren ist. Natürlich hat man uns oft als 'direkte Konkurrenz' miteinander verglichen. Aber ich glaube, ein Spiel bleibt durch Konkurrenz gesund. Die Entwickler von Destiny haben einen fantastischen Job gemacht, diese Story immer weiter voranzutreiben – völlig egal, in welcher Situation sie steckten."
Kurz nach der Ankündigung des letzten Updates für Destiny 2 stellte Warframes Creative Director Rebecca Ford auf X klar, dass es "ohne das Erbe der Bungie-Spiele kein Warframe gäbe", und verwies auf ihre eigene Vergangenheit mit Halo und Destiny. Später kündigte sie ein kosmetisches In-Game-Ehrenzeichen (einen Kontotitel) an, das Spieler freischalten können und das direkt auf Destiny anspielt – eine feine Hommage an den Mitstreiter.
Everett teilt diese unterstützende Haltung voll und ganz. Sie verwies auf die plötzliche Welle des Supports für Destiny 2 nach der Ankündigung des Entwicklungsstopps und äußerte sich mit bittersüßen Gefühlen über die öffentliche Wahrnehmung des Spiels in den letzten Jahren.
"Ich finde es einfach schade und traurig: Kaum verkünden sie das Aus, zeigen plötzlich alle ihre Unterstützung. Sie mussten davor so lange viel Negativität einstecken, und man fragt sich: Wo war all diese Liebe vorher? Die Leute sollten den Hass stecken lassen und mehr Liebe zeigen, denn die hätten sie damals wirklich gebrauchen können. Ich weiß, dass sie da war, aber sie war eben nicht so laut wie die ganze Kritik."
"Es tut mir für sie einfach unglaublich leid. Einige meiner engen Freunde spielen lieber Destiny als Warframe, und ich bin ihnen kein bisschen böse. Wir haben dort Freunde und zu sehen, was jetzt passiert, ist ein herber Schlag für die gesamte Industrie. Niemand hat mit einem Ende von Destiny gerechnet. Sie hatten ihre Höhen und Tiefen – genau wie wir. Wenn die Leute über Content-Flauten oder unser Railjack-Update reden: Wir alle machen mal schwere Zeiten durch. In einer Realität zu leben, in der sie weg sind, ist definitiv nichts Schönes."
Natürlich gibt es einige, die diese schlechten Nachrichten für Bungie als Hauptgewinn für Digital Extremes betrachten. Warframe hat erst kürzlich ein neues Update spendiert bekommen und steuert nun auf das jährliche Tennocon-Event zu. Dort stehen weitere Enthüllungen an und die Vorfreude in der Community ist riesig.