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SADC-Gipfel: Fremdenfeindlichkeit schadet Südafrikas Ansehen
Seit Monaten gibt es in Südafrika fremdenfeindliche Proteste - auch während des Gipfels des regionalen Staatengemeinschaft SADC. Für das Ansehen bei den Nachbarn sind sie ein massives Problem.
Hunderte Demonstranten ziehen durch die Straßen von Durban, halten Schilder hoch auf denen steht: "Kommt und holt eure Leute ab". Vereinzelt kommt es zu Rangeleien mit der Polizei. Immer wieder wird der Ruf laut: "Abahambe!" - "Alle Ausländer müssen gehen!".
Zu der Kundgebung aufgerufen hat die Organisation "March and March". Sie steht gemeinsam mit anderen Initiativen hinter den fremdenfeindlichen Protesten, die Südafrika seit Monaten erschüttern - und die dem Land am Kap viel Kritik seiner Nachbarstaaten eingebracht haben.
Nachbarstaaten wie Malawi, Simbabwe oder Mosambik werfen der südafrikanischen Regierung vor, nicht genug für den Schutz ihrer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger zu tun.
Zehntausende Migranten verlassen Südafrika wegen fremdenfeindlicher Gewalt - und stehen vor dem Nichts.
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Im Vorfeld des Gipfels der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) hatte der Gastgeber, Südafrikas Staatschef Cyril Ramaphosa, deutlich wie noch nie dazu Stellung bezogen: "Als Südafrikaner sind wir zutiefst besorgt und beschämt darüber, dass Staatsangehörige anderer Länder in den vergangenen Monaten Diskriminierung und Misshandlungen ausgesetzt waren und sogar unter Androhung von Gewalt gezwungen wurden, das Land zu verlassen."
Das Thema Migration dürfte auf dem Gipfel eine zentrale Rolle gespielt haben, wenn auch hinter verschlossenen Türen. In seinen öffentlichen Wortmeldungen während des Treffens ist Ramaphosa mit keinem Wort mehr auf die Vorgänge der letzten Zeit eingegangen.
Südafrika wird von gewalttätigen Protesten gegen illegale Einwanderung erschüttert.
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Stattdessen hat er versucht, den Blick auf andere Themen zu lenken. Etwa auf die Gesundheitspolitik vor dem Hintergrund der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Afrika vor Epidemien zu schützen, erfordere mehr, als nur dann zu reagieren, wenn Ausbrüche auftreten, sagte Ramaphosa.
Es erfordere nachhaltige Investitionen in Prävention, Überwachung, widerstandsfähige Gesundheitssysteme, Forschung sowie in die afrikanische Produktion von Impfstoffen, Diagnostika und Arzneimitteln. Das sei ein wichtiger Prüfstein für die Solidarität und für Afrikas Entschlossenheit, eine größere gesundheitliche Souveränität aufzubauen.