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Star Wars: Galactic Racer lässt euch auf den eigenen Sieg wetten und belohnt Underdogs
Turnierfeeling im Alltag: Dem Roguelike gelingt der Spagat zwischen schnellen Rennen und großen Meisterschaften.
Ähnlich wie in dem aus Episode 1: Die dunkle Bedrohung bekannten Podracer-Rennen geht man in dem von ehemaligen Burnout-Entwicklern geschaffenen Spiel in schwebenden Vehikeln an den Start. Zwischen den Rennen baut man seinen Boliden dabei mit passiven Upgrades und bis zu vier aktiven Fähigkeiten auf. Begeht man zu viele Fehler, muss man die aktuelle Meisterschaft allerdings von vorn beginnen, denn das Rennspiel ist wie ein Roguelike konzipiert. Erscheinen wird es am 6. Oktober für PC, PlayStation 5 und Xbox Series S/X.
Als wir euch in der vergangenen Woche Star Wars: Galactic Racer vorgestellt haben, musste ich über die Multiplayer-Rennen für bis zu zwölf Spieler noch Stillschweigen bewahren. Heute darf ich aber endlich schreiben, dass das Um-die-Wette-Fliegen in DER weit entfernten Galaxie auch online mächtig Laune macht. Was vor allem daran liegt, dass Entwickler Fuse Games nicht nur Einzelrennen anbietet, sondern vor allem eine coole Idee für Spieler hat, die im Rahmen einer einzigen Sitzung eine kleine Meisterschaft austragen wollen.
Sechs Rennen dauert so eine Multiplayer-Tour nämlich. Was mir beim Anspielen in London eine gute Anzahl schien, weil das in etwa so viel Zeit beansprucht wie die Partien anderer moderner Onlinespiele. Wobei ihr euch entscheiden müsst: Wollt ihr mit den regulären Gleitern der Kampagne an den Start gehen, also einem Speeder Bike, Landspeeder oder Skim Speeder? Oder steigt ihr lieber in einen der pfeilschnellen Podracer? Letztere gehen nämlich zu acht an den Start, während Erstere zu zwölft um die Wette rasen. Das gilt auch für schnelle Rennen, die ihr als Alternative zu den Multiplayer-Touren natürlich ebenfalls austragen dürft – das alles übrigens über alle Plattformen hinweg, wofür eine Verbindung zu Epic Games notwendig ist.
Das Besondere an einer Multiplayer-Tour ist nun, dass sie die von Roguelikes inspirierte Charakterentwicklung, also den Ausbau der Vehikel, auf die Online-Meisterschaft überträgt. Was nichts anderes heißt, als dass ihr euer Gefährt genau wie in der Kampagne nach jedem Rennen verbessert, indem ihr euch für eins von mehreren Upgrades entscheidet und Fähigkeiten kauft, mit denen ihr Gegnern auf die Pelle rücken oder eure Defensive stärken könnt.
Interessanterweise stehen euch dabei umso bessere Ausbaustufen zur Verfügung, je besser ihr gewettet habt. Ihr müsst euch nämlich vor jedem Lauf entscheiden, ob ihr den (festen) Wetteinsatz darauf setzt, dass ihr unter den ersten Drei, den ersten Sechs oder den ersten Neun ins Ziel kommt. Wer daneben liegt, verliert den Einsatz natürlich. Wer richtig tippt, erhält allerdings höherwertige Teile, aus denen sie oder er sich Roguelike-typisch eins aussuchen darf.
Als zusätzliche Einnahmequelle sorgen kleine Herausforderungen von Sponsoren, die für ein wenig Kleingeld ebenso kleine Gefallen verlangen wie das Ausführen von Sprüngen, das Benutzen des Turbos oder das Schweben auf dem letzten Platz – was man entweder als besondere Herausforderung oder als Ausgleich für schlechte Leistungen sehen kann.
Schmunzeln musste ich auch, als ich in der Gesamtwertung mal auf dem vorletzten Platz versickert bin. Da hieß es dann nämlich, dass Underdogs einen Sonder-Obolus erhalten würden. Na, vielen Dank! Und natürlich: Vielen Dank! Denn dass Fuse auch die schwächeren Spieler nicht aus dem Blick verliert, ist selbstverständlich lobenswert.
Wofür man den ganzen Aufwand betreibt? Nun, mit online eingeflogenen Erfahrungspunkten (die gibt es auch in schnellen Rennen) steigt man im Rang auf, wodurch man wiederum Verzierungen für seine Gleiter freischaltet – sowie zusätzliche Charaktere, die an den Online-Rennen teilnehmen.
Im Multiplayer sitzt ihr nämlich nicht unbedingt mit Shade im Cockpit, sondern auch mit einem der anderen zwölf Charaktere, die alle eigene Stärken und Schwächen haben. Nehmt zum Beispiel Shades Widersacher Kestar Bool.