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Stalker 2: Cost of Hope noch immer nicht perfekt, aber trotzdem magisch
Packt die Iod-Tabletten ein, frischt die Tetanus-Impfung auf: Das neue Story-Add-on für den dystopischen Shooter drückt alle richtigen Knöpfe.
Nächste Woche ist gamescom und da wegen GTA 6 alle restlichen Hits des Jahres in verhältnismäßig wenig Abstand nach dem größten deutschen Spiele-Event überhaupt herauskommen, ist für Redaktionen wie unsere wahnsinnig viel zu tun. Deshalb bin ich mit der umfangreichen Story-Erweiterung zu Stalker 2: Cost of Hope noch lange nicht durch. Dennoch will ich euch schnell wissen lassen, dass sie all die richtigen Knöpfe drückt und ihr beruhigt zuschlagen könnt, wenn euch das Basisspiel gefallen hat.
Das erste große Story-Add-on für den dystopischen Open-World-Shooter "Stalker 2: Heart of Chornobyl" kostet 24,99 Euro. Entwickelt von GSC Game World, erweitert es die gefährliche Zone endlich um das titelgebende Atomkraftwerk sowie den sogenannten Eisenwald.
Überhaupt ist diese Woche ein guter Zeitpunkt, den dystopischen Open-World-Shooter wieder aufzugreifen, denn zeitgleich zu Cost of Hope bringt GSC Game World das Basisspiel kostenlos auf Version 2.0. Das bedeutet umfassende Verbesserungen an Beleuchtung, Vegetation und den A-Life-Routinen, die das Leben in der Zone um das Atomkraftwerk Tschernobyl simulieren, auch wenn ihr nicht zugegen seid. Außerdem kommen endlich Ferngläser ins Spiel, Nebel wirkt sich auf die Akustik aus und die Entwickler erweitern euren Waffenschrank um neue Schießprügel und Aufsätze.
Wer schon einmal durch den Titel durchgerauscht ist oder sich wegen des happigen Anspruchs bisher nicht herangetraut hat, der darf sich überdies über den neuen benutzerdefinierten Schwierigkeitsgrad freuen. Hier definiert ihr die Hartherzigkeit der Spielwirtschaft, die Dichte an besonders fiesen Mutanten, Menge der Anomalien und dergleichen selbst. Coole Idee!
Mit dem Untertitel “Heart of Chornobyl” hatte Stalker 2 damals vielleicht ein wenig falsche Erwartungen geweckt, denn tatsächlich dringt man im Verlauf der Geschichte nie zum eigentlichen Atomkraftwerk vor. Für knapp 25 Euro korrigiert Cost of Hope in seinen nach Entwicklerangaben circa 15 bis 20 Stunden reinem Story-Content diesen Missstand, indem es nicht nur den “Eisenwald” vor dem AKW, sondern auch die mittlerweile beinahe mythische Anlage in voll realisierte Spielumgebungen verwandelt.
Die Geschichte von Cost of Hope integriert sich nahtlos in die Hauptkampagne, erste Missionen aus der Storyline beginnen, kurz nachdem man das einleitende Gebiet der “ruhigen Zone” hinter sich gelassen hat. Je nachdem, welche Entscheidungen ihr trefft, unterscheiden sich sogar der Verlauf und Ausgang der Handlung. GSC hat keine halben Sachen gemacht.
Mit Zulu und Nitro feiern zwei Bekannte Figuren aus dem 2009 erschienenen "S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat" ihr Comeback. Während Zulu einst als Einzelgänger mit schwerem Maschinengewehr auffiel, ist Nitro als brillanter Techniker der Fraktion "Freedom" bekannt.
Fans von Call of Pripyat freuen sich über die Rückkehr von Charakteren wie Zulu und Nitro, doch auch die neue Figur Mawka hinterlässt aufseiten von Freedom Eindruck. Zulu und sie haben eine spannende Dynamik – eigentlich auf rivalisierenden Seiten, erkennen sie die Menschlichkeit im jeweils anderen und arbeiten für eine gute Sache zusammen. Nichtsdestotrotz kommt es zu einer erneuten Eskalation zwischen den Fraktionen und der brüchige D4-Frieden wird auf eine harte Probe gestellt.
Ich war immer mehr in Stalker unterwegs, weil ich mochte, wie die Spielelemente auf der Leinwand dieser Welt von selbst Geschichten illustrierten und schrieben. Aber die neuen Zwischensequenzen und die Situationen, in die Cost of Hope einen wirft, fand ich durchaus interessant. Qualitativ stehen die neuen Einsätze denen des Hauptspiels in nichts nach, soweit ich das nach etwa acht Stunden sagen kann. Obwohl es eine ziemlich ruppige Angelegenheit ist, nach langer Abwesenheit wieder zu Stalker 2 zurückzukehren, war ich nach wenigen Missionen komplett in der Handl