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Zollstreit in Nordamerika: USA stoppen Zölle gegen Kanada im letzten Moment
Weniger als zwei Stunden vor Inkrafttreten neuer US-Zölle haben sich die USA und Kanada auf eine dreitägige Verschiebung geeinigt. Beide Seiten wollen die Frist für weitere Verhandlungen nutzen - doch der Streit geht weiter.
Kurz vor dem Inkrafttreten neuer Zölle auf eine Reihe von kanadischen Produkten hat US-Präsident Donald Trump seine Pläne auf Eis gelegt. Die Erhebung der Importgebühren solle um drei Tage ausgesetzt werden, damit beide Seiten einen Deal für das Öl-Pipeline-Projekt Keystone XL abschließen könnten, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.
Trump wollte ursprünglich ab heute einen Zoll von 50 Prozent auf eine lange Liste kanadischer Produkte erheben. Unterhändler beider Länder hatten laut Berichten bis zum letzten Moment verhandelt. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte am Montag angekündigt, auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, und aus einer "Position der Stärke" zu verhandeln.
Nach Bekanntwerden von Trumps Aufschub teilte Carney mit: "Es wurden bereits bedeutende Fortschritte erzielt, auch wenn noch wesentliche Arbeit zu erledigen ist." Er verwies darauf, dass sich sein Land weiter darauf fokussiere, "eine stärkere, unabhängigere und wettbewerbsfähigere Wirtschaft im eigenen Land aufzubauen".
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Bei dem Handelsstreit der Nachbarländer wollte Trump ursprünglich einen Zoll von 50 Prozent unter anderem auf kanadischen Wein, Hockeyschläger, Möbel und Milchprodukte erheben.
Laut einer Erklärung aus dem Weißen Haus vom Juli reagieren die USA damit "auf Kanadas diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte". Genannt wurden etwa Autos, Alkohol und Milchprodukte. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hatte damals mitgeteilt, dass die neuen Zölle auf Importe aus Kanada im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar gelten werden. Insgesamt importierten die USA im Jahr 2025 Waren im Wert von 383 Milliarden US-Dollar (330 Milliarden Euro) aus dem Nachbarland.
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