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Marvel's Wolverine in der Vorschau: So schlägt sich das neue Actionspiel von Insomniac
Wir haben das neue Marvel-Abenteuer ausprobiert und verraten, wie sich das schonungslose Gameplay und die Story schlagen.
Marvel's Wolverine zeigt, wie ein Brawler in 2026 auszusehen hat! Sicher, es gibt jede Menge neue alte Genre-Könner, die die Streets-of-Rage-Ära aufleben lassen. Ein Blick auf Turtles: Shredder's Revenge zeigt, dass die Kunst nicht verloren ging. Aber das ist nicht wirklich die technisch moderne Gegenwart. Einfach mal in einem linearen Game von A nach Z alles vermöbeln, was da des Weges kommt, das inklusive einer Story, die diesen Namen verdient, und einem Produktionsaufwand, der dem mittlerweile großen Filmnamen zur Ehre gereicht. Das ist das, was Wolverine euch zu bieten hat.
Nicht, dass Wolverine immer ein großer Name gewesen wäre. In den USA mehr als hier, aber der ganz große Durchbruch kam 2001 mit X-Men. Was ein paar Jahre später Robert Downey Jr. für die Avengers sein sollte, war hier Hugh Jackman: die perfekte Inkarnation der Figur. Bis heute, sein letzter Auftritt liegt erst zwei Jahre zurück, aber hier stand er nicht direkt Pate. Beim Spiel gewährte Marvel den Kreativen bei Insomniac in einem gewissen Rahmen freie Hand und so bekommt ihr hier einen Wolverine, der zwar auch Züge seiner Film-Version trägt, aber doch seine eigene Figur ist. Dieser Wolverine hier, angelehnt an seine Comics der frühen 80er, ist weniger brütend und verschlossen. Auch grummelig, keine Frage und die Coolness spielt immer am Abgrund der Arroganz. Trotzdem, er ist weniger Antiheld und mehr ein guter Kerl mit echten Kanten.
Das passt auch, denn dieses X-Men-Universum wurde den Comics entliehen. Die Linien zwischen Freund und Feind sind anders gezogen: Sabretooth ist ein verbündeter Rivale auf der gleichen Seite, Mystique eine alte Freundin und statt Professor X gibt es den moralisch deutlich ambivalenter agierenden Nathaniel Essex. Hier ist er noch nicht Mr. Sinister, sondern eine dunkle Version von Professor X. Feinde gibt es auch genug, Omega Red hat in der Anspielsession ein paar Auftritte, aber noch keinen Bosskampf. Auch Bolivar Trask bleibt bei seiner Rolle als Möchtegern-Auslöscher aller Mutanten und seinen Sentinel hat er auch im Gepäck.
Entwickler Insomniac Games hat sich durch Hits wie Marvel's Spider-Man und Ratchet & Clank einen Ruf für technisch versierte PlayStation-Blockbuster erarbeitet.
Für das, was das Gameplay hergibt, hat sich Insomniac bei der Story richtig gut ins Zeug gelegt. Alle Interpretationen der Figuren fühlen sich nach dieser Session rund an. Vertraut genug, aber gleichzeitig auch sehr spannend, mit einem gewissen Versprechen, ein paar neue Aspekte hinzuzufügen, statt nur eine altbekannte Schablone abzuarbeiten. Auch die Handlung nimmt schnell ein paar reizvolle, wenn auch in einem gewissen Rahmen vorhersehbare Züge. Ich glaube – ich kann auch nur raten – nicht, dass es hier Themen geben wird, die nicht schon in einer Reihe der Filme vorkamen. Sicher, die Figuren sind in anderen Konstellationen gewürfelt, Loyalitäten müssen sich sortieren, aber wie gesagt: In den Raum geraten, wird das keine alles verändernde, aber äußerst unterhaltsame Story und eine, die den Figuren gerecht wird. Wie gesagt, so die Hoffnung nach dem Gesehenen.
Was um die Story herum passiert, ist zwar hauptsächlich Kämpfen, aber nicht nur. Erwartet nur keine großartige Entwicklung der Charaktere in einem RPG-Setting. Als die Gang nach einem einschneidenden Erlebnis in Tokio ausgesetzt wurde, um sich ordentlich einen anzulöten und die eigene Sicht auf die Welt zu sortieren, habt ihr viel damit zu tun, auf vorherbestimmten Pfaden zu wandern und Zwischensequenzen anzugucken – oder diese abbrechen, geht auch, wäre aber schade, weil sie wirklich gut gemacht sind. Und das sage ich als jemand, der es LIEBT, Zwischensequenzen abzubrechen. Dazu gibt es dann noch ein paar Dialogentscheidungen ohne – erneut, so nehme ich an – allzu große Konsequenzen über die nächste Sprechblase hinaus. All das zusammen ist aber eine nette und atmo