// EUROGAMER.DE — GAMING
Zelda - Ocarina of Time Remake: 5 Dinge, die Nintendo für das Comeback dringend verbessern muss
Von Navis Redeschwall bis zur gähnenden Leere der Hyrule-Ebene: Wo die Entwickler beim Neuanfang des Nintendo-Meilensteins den N64-Staub wegblasen müssen.
Noch 2026 lässt Nintendo mit Ocarina of Time eines der beiden Zeldas, auf dessen unsterblichen Status als eines der besten Spiele aller Zeiten sich alle einigen können (das andere spielt man von oben), neu aufleben. Wenn man so auf den Kalender schaut, möglicherweise sogar in nicht allzu weitem Sicherheitsabstand zu Grand Theft Auto 6, sofern Nintendo das Spiel, wie schon das Original, auf den Weihnachtswunschlisten der Switch-2-Spielerinnen und -Spieler sehen will. Oder kommt es sogar früher?
Eigentlich egal. Wichtig ist nur, was da letztlich auf uns zukommt. In Bezug auf die visuelle Modernisierung hat ohnehin schon jeder eine Meinung, obwohl wir nur kurz den schlafenden Link von oben gesehen haben. Falls es Grezzo sind, die hier erneut bei einem Zelda-Remake im Sattel sitzen: Sie haben Link’s Awakening visuell wunderbar in die Neuzeit geholt. Und weil Ocarina of Time aufgrund der frühen 3D-Phase stilistisch noch recht schmucklos daherkam, freue ich mich, wenn sie einen Versuch starten, dem Ganzen mehr Identität zu verleihen.
Natürlich besteht bei so einem heiß geliebten Spiel wie diesem immer die Gefahr, mit seinem Look nicht dem Bild zu entsprechen, das Millionen von Fans in ihren Köpfen haben, wenn sie an Ocarina of Time denken. Ich finde, es ist hier wirklich nötig, eine gestalterische Entscheidung zu treffen, wenn dieses Spiel nicht ein wenig generisch aussehen soll. Nehmt das gern als inoffiziellen sechsten Punkt für meine Remake-Wunschliste, für die ich extra das Original noch einmal gespielt habe. Jetzt aber ans Eingemachte…
Fangen wir mit den kleinen Problemen an und steigern uns zu den wirklich wichtigen Dingen. Und eine kleine Sache ist es in doppelter Hinsicht, aber ich hatte wirklich schon fast vergessen, wie sehr die Fee Navi eigentlich nervt. Sicher, heute beschwert man sich über einen Atreus, der zu schnell die Lösungen von Rätseln eines God of War verrät. Schon Ende der 90er drängte sich diese flatterhafte Begleiterin jedoch ständig in den Vordergrund, um Link ja auf dem rechten Pfad zu halten. 17 Jahre nach Demon’s Souls wissen wir: Spielerinnen und Spieler möchten auch mal von der Leine gelassen werden. Nintendo sollte dieser Tatsache für das Remake Rechnung tragen. Verpasst Navi einen Maulkorb, meinetwegen optional, sollte jemand die Geltungssucht des übergroßen Glühwürmchens nicht missen wollen.
Auch die andere “geflügelte Leitplanke” von Ocarina of Time sorgte gelegentlich für Ärgernisse. Der riesige Raubvogel ist mal mit hilfreichen, oft aber übertrieben ausufernden Erklärungen ein regelmäßiger Stopper auf dem Weg durch das damals noch neuartige 3D-Spiel. Wem beim Durchklicken der Textfenster der Geduldsfaden riss (was gefühlt auf 70 Prozent der Leute zutraf), der durfte die Rede gleich noch mal lesen. Denn am Schluss stellt der Flattermann immer die Frage, ob er das alles noch mal wiederholen soll – und als Standardantwort ist immer “Ja” markiert (oder “Nein”, falls die Frage lautet, ob man alles verstanden hat). Das darf man gern frustfreier anlegen.
Außerdem sollten seine Hilfestellungen nicht so aufdringlich sein. Die Eule ist ja auch Links Wegweiser beim Betreten neuer Gebiete, und wenn Nintendo das ein wenig subtiler lösen könnte, wäre das schön. Zudem darf uns das Federvieh gern auch an andere Orte tragen, anstatt nur an zwei bestimmten Stellen als Schnellreisevehikel zu dienen. Danke!
Ein altes Zelda-Problem besteht darin, dass man die Rubine sehr schnell nur noch aus Gewohnheit einsammelt – nicht, weil sie noch hilfreich oder nützlich wären. Nahezu alles, was man braucht, findet man auch so. Irgendwann läuft auch in Ocarina of Time selbst die größte der drei Geldbörsen förmlich über, sodass man nichts mehr einsammeln kann. Wohlgemerkt ohne dass man irgendwelche sinnvollen Investitionen damit tätigen könnte. Dies machte auch die Belohn