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Neue SSD-Serien: Sandisk steckt Klassisches und High-End ins NAS
Für den Dauereinsatz im NAS hat Sandisk zwei neue SSD-Serien im Programm. Die NAS 600 SATA SSD liefert Kompatibilität für das frühere Standardformat 2,5" mit bis zu 4 TB Speicherplatz. Die NAS 800 NVMe SSD setzt auf den M.2-Formfaktor, höchsten Durchsatz über PCIe 5.0 sowie sehr hohe TBW.
„Da Prosumer und kleine Unternehmen immer mehr Daten generieren und zunehmend auf kollaborative, stets verfügbare Arbeitsabläufe setzen, suchen Anwender nach zuverlässigen, schnellen Private-Cloud-Lösungen auf NAS-Basis“, erklärt Sandisk und schickt eine neue Produktfamilie mit zunächst zwei SSD-Serien ins Rennen, die sich sehr voneinander unterscheiden.
Durchaus Anleihen an die Eckdaten schneller Server-SSDs nimmt die Sandisk NAS 800 im heute gebräuchlichen M.2-2280-Format. Die nutzbaren Speicherkapazitäten der vier Modelle liegen bei 960 GB, 1,92 TB, 3,84 TB und 7,68 TB. Das sind übliche Werte für Server-SSDs und verraten bereits, dass der Anteil des Reservespeichers höher liegt als bei klassischen Client-SSDs. Dadurch kann Sandisk auch die Total Bytes Written (TBW) viel höher ansetzen, die bei 1.750 TB für das kleinste Modell und hohen 14.000 TB (14 Petabyte) für das Flaggschiff liegen.
Sehr hoch fällt auch die Leistung aus, denn über PCIe 5.0 x4 als Schnittstelle werden Daten sequenziell mit bis zu 14,9 GB/s gelesen und mit maximal rund 13 GB/s geschrieben. Die maximalen IOPS bei wahlfreien 4KB-Transfers liegen in der Spitze bei über 2 Millionen.
Trotz der hohen Leistung ist die Leistungsaufnahme laut Datenblatt vergleichsweise gering: Beim Lesen und Schreiben sollen durchschnittlich nur etwa 6 bis 7 Watt aufkommen. Das spricht für einen effizienten Controller, den Sandisk allerdings nicht nennt. Zumindest soll er einen eigenen DRAM-Cache besitzen. Beim NAND-Flash handelt es sich um „Sandisk TLC 3D CBA NAND“. Das „CBA“ steht für „CMOS directly Bonded to Array“ und bedeutet, dass Speicher (Array) und Logik (CMOS) auf getrennten Wafern gefertigt und mittels Waferbonden vereint werden. Diese Technik nutzen Sandisk und Kioxia als Flash-Partner erst seit der achten Generation (BiCS 8).
In eine ganz andere Richtung bewegt sich die NAS-600-Serie. Diese setzt vor allem auf Kompatibilität zu herkömmlichen Formfaktoren. Ihr 2,5"-Gehäuse soll laut Sandisk (per Adapter?) auch in vielen 3,5"-Schächten verbaut werden können. Die SATA-Schnittstelle ist hier noch gebräuchlicher. Dafür ist die Leistung auf maximal 560 MB/s beim Lesen limitiert, die maximalen Schreibraten liegen je nach Modell zwischen 505 MB/s und 520 MB/s. Die IOPS bleiben im fünfstelligen Bereich.
Eine höheren Anteil Reservespeicher gibt es bei dieser Serie nicht. So sind je nach Modell 500 GB, 1 TB, 2 TB oder 4 TB nutzbar, die TBW liegen mit 350 TB bis 2.500 TB aber eher auf üblichem Consumer-Niveau. Der nicht näher beschriebene Controller besitzt keinen eigenen DRAM-Cache, was bei SATA-SSDs besonders schwer wiegt, denn hier gibt es die NVMe-Funktion Host Memory Buffer (HMB) nicht. Beim Speicher spricht Sandisk lediglich von „TLC 3D NAND“, was also auch den Einsatz älterer Generationen einschließt.
Analog zur viel niedrigeren Leistung bewegt sich auch die Leistungsaufnahme mit maximal 1,7 bis 4,1 Watt auf einem niedrigen Niveau.
Bei beiden Serien gewährt Sandisk die üblichen 5 Jahre Garantie, die vorzeitig erlischt, wenn bis dahin die TBW-Grenze überschritten wird.
Die internationale Pressemitteilung nennt den Marktstart der beiden SSD-Serien für den September. Die NAS 600 SATA SSD soll dann ab 179,99 USD (MSRP vor Steuern) für das Modell mit 500 GB erhältlich sein. Der Startpreis der NAS 800 NVMe SSD liegt bei 309,99 USD (MSRP vor Steuern) für das Modell mit 960 GB.