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Handelsgespräche gescheitert - USA verhängen Strafzölle gegen Kanada
Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen den USA und Kanada sind gescheitert. Washington setzte daraufhin Strafzölle in Kraft - erstmals auch auf Waren, die unter das Freihandelsabkommen fallen.
Die USA und Kanada konnten sich in ihrem Zollstreit nicht einigen. Nach Ablauf einer von US-Präsident Trump gesetzten Frist traten in der Nacht neue Zölle in Höhe von 50 Prozent auf kanadische Produkte in Kraft.
Beide Seiten machten sich gegenseitig für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. Eigentlich sollten die Zölle schon in der Nacht zum Mittwoch in Kraft treten. Trump hatte dies jedoch unter Verweis auf eine Grundsatzeinigung um drei Tage verschoben.
Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer warf Kanada vor, ein ausgehandeltes Ergebnis wieder abgelehnt und zusätzliche Forderungen gestellt zu haben. Der kanadische Regierungschef Mark Carney erklärte dagegen, die von den USA vorgelegten Konditionen seien "unfair" gewesen. Zugleich kündigte Carney an, mit Gegenzöllen in gleicher Höhe auf US-Produkte zu reagieren. Vorerst sind keine weiteren Gespräche geplant.
Der Handelsstreit zwischen den USA und Kanada spitzt sich zu.
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Die neuen Zölle betreffen kanadische Produkte im Wert von umgerechnet rund 17 Milliarden Euro. Betroffen sind Waren wie Möbel, Milchprodukte, Wein und Hockeyschläger.
Erstmals nimmt die US-Regierung dabei auch Importe ins Visier, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen fallen. Dieses Abkommen hatte die kanadische Wirtschaft bisher vor US-Zöllen geschützt.
Washington reagiert damit nach eigenen Angaben "auf Kanadas diskriminierende Behandlung amerikanischer Produkte" wie etwa Autos und Alkohol.
Weltspiegel
22.02.2026
Kanada solle sich neu orientieren: weg von den USA, hin zu neuen Partnern, fordert Premier Carney.
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