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0,39 ms Reaktionszeit: Razers flache Tastatur schaltet schneller
Die Huntsman V3 Pro Low-profile soll schnell und zugleich flach sein. Razer setzt dazu auf analog-optische Taster mit einstellbarem Auslösepunkt. Gegenüber dem schnellsten Vergleichsmodell soll die Latenz um 52 Prozent sinken.
Mit einer Höhe von 19,5 Millimetern an der Vorderkante fällt die neue Huntsman deutlich flacher als herkömmliche mechanische Tastaturen aus. Die Taster bieten insgesamt 2,8 Millimeter Hub. Der Punkt, an dem eine Eingabe registriert wird, lässt sich in Schritten von 0,1 Millimetern zwischen 0,1 und 2,8 Millimetern festlegen.
Beim zugrunde liegenden Verfahren handelt es sich um eine flachere Variante von Razers analog-optischen Tastern. Eine Lichtschranke erkennt nicht nur, ob eine Taste gedrückt wurde, sondern auch, wie weit sie sich bewegt hat. Dadurch lassen sich beispielsweise mehrere Aktionen abhängig von der Eindrücktiefe auf eine Taste legen.
Rapid Trigger verzichtet zudem auf einen festen Rücksetzpunkt. Eine Taste kann erneut auslösen, sobald sie sich wieder nach oben bewegt. Funktionen wie Snap Flex weisen dem Drücken und Loslassen jeweils eine andere Aktion zu. Dynamic Keystroke erlaubt abhängig von der Eindrücktiefe sogar bis zu vier Belegungen pro Taste. Einstellungen lassen sich auf der Tastatur speichern oder ohne installierte Software über Synapse Web ändern.
Ihre Verbindung zum PC fragt die Huntsman V3 Pro Low-profile mit 8.000 Hertz ab. Razer gibt auf Grundlage eigener Messungen eine durchschnittliche Latenz von 0,39 Millisekunden an. Das seien 52 Prozent weniger als bei der schnellsten zum Vergleich herangezogenen Konkurrenz-Tastatur.
Die Messung hat allerdings Grenzen: Erfasst wurde lediglich die Zeitspanne zwischen dem Auslösen des Tasters und dem Eintreffen des Signals am USB-Anschluss des Computers. Die weitere Verarbeitung durch Betriebssystem, Spiel und Monitor bleibt außen vor. Zudem wurden alle Tastaturen auf einen Auslöseweg von 0,1 Millimetern eingestellt. Welches Konkurrenzmodell zum Vergleich diente, nennt Razer nicht.
Das Tenkeyless-Layout verzichtet auf einen Nummernblock, behält aber Pfeil- und Funktionstasten. Geschmierte Taster und eine dicke Schaumstoffdämmung sollen Tippgeräusche reduzieren. Hinzu kommen Doubleshot-PBT-Tastenkappen, ein Drehregler und eine RGB-Beleuchtung.
Die Huntsman V3 Pro Low-profile Tenkeyless 8KHz soll mit deutschem, französischem und US-amerikanischem Layout erscheinen. Im europäischen Razer-Shop wird sie für 259,99 Euro geführt, ist zur Stunde allerdings noch als „demnächst verfügbar“ gekennzeichnet. Damit kostet das flache Pro-Modell rund 80 Euro mehr als die im Mai vorgestellte, normal hohe Huntsman V3 Tenkeyless.