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Bot-Traffic - Zugriff alle 6,5 Sekunden: RAM-Scalper sind mittlerweile viel häufiger als herkömmliche Käufer
Automatisierte Scalper-Bots dominieren laut DataDome inzwischen den Traffic auf Händler-Produktseiten. (Bildquelle: Jonathan via Adobe Stock / Corsair)
Die RAM-Knappheit schlägt weiter gnadenlos zu – und ruft jetzt auch noch Scalper-Bots auf den Plan. Wie die auf Bot-Management spezialisierte Firma DataDome erklärt, liegt das Verhältnis an Aufrufen bei DDR5-Produktseiten zwischen Bot und Mensch bei etwa 10 zu 1.
Im März waren es noch »nur« 6 zu 1. Bei einem der beobachten Händler sollen mittlerweile 91 Prozent der Zugriffe von solchen Bots stammen.
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Im entsprechenden Beitrag wertete das »Galileo« genannte Forschungsteam zunächst eine einstündige Stichprobe aus, um sich ein erstes und ungefähres Bild von der Lage zu machen. Demnach wurden hier 91 DDR5-Angebote im Schnitt 551 Mal abgefragt, was rechnerisch zu einem automatisierten Abruf alle 6,5 Sekunden führt.
Das Ziel solcher Bots ist schnell ausgemacht und hat mit dem leidseligen Scalping-Problem zu tun. Die automatischen Abfragen sichern sich Bestände schneller, als es ein Mensch je könnte, und verkauft dann diese zu überhöhten Preisen weiter.
Laut DataDome tarnen sich solche Skripte mehr oder minder geschickt, etwa indem per Cache-Busting-Parameter, um veraltete Zusände der jeweiligen Shopseite zu umgehen und stets den aktuellen Bestand zu liefern. Dabei drosseln die Hintermänner der Bots auch das Tempo gezielt so, um etwaige Sperren zu umgehen.
Das Problem ist natürlich nicht neu und betrifft nicht nur einzelnen RAM – auch die Steam Machine hatte noch vor dem eigentlichen Release mit Scalpern zu kämpfen.
Erste Shops ziehen daraus schon länger Konsequenzen (via Tom's Hardware). Framework hat – explizit aufgrund von Scalpern – den Einzelverkauf von RAM-Kits eingestellt; auch die beliebte US-Kette Micro Center verkauft solche Riegel nur noch auf ein Exemplar pro Haushalt beschränkt und bündelt diese mit CPU und Mainboard.
Eine echte Lösung für dieses Problem dürfte das aber nicht darstellen – und auch erst anstehen, wenn die KI-Nachfrage abflacht, was wohl nicht vor 2027 der Fall ist.