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Warum das Auto für die Deutschen unverzichtbar bleibt
Das Auto spielt für die Mobilität der Menschen weiterhin eine wichtige Rolle. Darüber hinaus zeigt die TÜV-Mobility-Studie, dass die Leute auch gut zu Fuß sind.
Das Interesse an Elektroautos ist in diesem Jahr gestiegen. Unterstützt wird das auch von einer Reihe neuer Modelle wie dem VW ID. Cross.
Das Auto bleibt für die meisten Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel. Mehr als 80 Prozent der Befragten sind demnach mindestens einmal die Woche mit dem Auto unterwegs, heißt es in der Befragung des TÜV-Verbands. Der Anteil der Befragten mit einem eigenen Auto im Haushalt ist mit 88 Prozent sogar noch größer. Grundlage für die Zahlen ist eine Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 2504 Personen im Zeitraum zwischen dem 19. März und 10. April dieses Jahres.
Zweitwichtigstes Fortbewegungsmittel ist mit 63 Prozent demzufolge das Zufußgehen. Nur jeder fünfte Befragte nutzt dieser Umfrage nach mindestens einmal wöchentlich den öffentlichen Nahverkehr und etwa ebenso viele steigen aufs Fahrrad.
Unter den Autofahrern gewinnt die Elektromobilität immer mehr an Bedeutung. Diese Entwicklung ist nicht neu: Einer Auswertung der HUK-Coburg zufolge stiegen 2025 so viele wie nie zuvor der dort versicherten Autobesitzer vom Verbrenner auf ein batterieelektrisches Auto um. Die Umstiegsquote erreichte im vierten Quartal des vergangenen Jahres 6,3 Prozent.
Mit 9 Prozent besitzt etwa jeder elfte befragte Autobesitzer bereits ein Elektroauto (BEV). 23 Prozent aller Befragten wiederum würden ein BEV bei einem Autokauf grundsätzlich bevorzugen. Die infolge des Iran-Kriegs stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel dürften die Nachfrage weiter antreiben. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, sagte bei Vorstellung der Studie: „Ein breites Angebot an E-Autos, neue staatliche Förderungen und nicht zuletzt die hohen Spritpreise haben viele Autokäufer zum Umdenken bewegt. Elektrofahrzeuge sind auf dem Weg zum Mainstream.“
Im ersten Halbjahr 2026 waren rund 25 Prozent der Pkw-Neuzulassungen Elektroautos, 11 Prozent Plug-in-Hybride und 29 Prozent sonstige Hybride. Benzin- und Diesel-Modelle ohne eine Form der elektrischen Unterstützung kommen nur noch auf 34 Prozent Marktanteil. Das liegt auch daran, dass das Angebot an Fahrzeugen stetig sinkt. Gleichzeitig zieht der Markt für elektrische Gebrauchtwagen kräftig an. Nach dem politischen Hin- und Her der vergangenen Jahre dürfe das Vertrauen der E-Auto-Käufer nicht wieder enttäuscht werden, meint Bühler.
Einschränkende Maßnahmen für den Autoverkehr in den Zentren von Städten und Gemeinden lehnt eine knappe Mehrheit (54 Prozent) ab. Eine große Mobilitätsstudie im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums zeigt: Der Autoverkehr bleibt mit 53 Prozent aller Wege das zentrale Verkehrsmittel, auch wenn sein Anteil gegenüber 2017 leicht gesunken ist. 40 Prozent befürworten Maßnahmen, die zu einem Rückgang des Autoverkehrs führen würden. In kleineren Städten mit weniger als 5000 Einwohnern ist die Ablehnung solcher Maßnahmen mit 63 Prozent deutlich größer als in großen Städten mit mehr als 500.000 Bewohnern (49 Prozent).
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