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Apple nimmt zu OpenAIs Versuchen Stellung, seine Klage abzuweisen
Apple hat den ChatGPT-Konzern wegen des angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen verklagt. OpenAI beantragt Abweisung. Apples Anwälte antworten gereizt.
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Weiter geht’s im Rechtsstreit zwischen Apple und OpenAI: Apple hat nun auf die von dem KI-Riesen eingereichte Abweisung der Klage reagiert. Der ChatGPT-Entwickler hatte unter anderem behauptet, Apple habe iMessage-Dialoge ehemaliger Mitarbeiter fehlinterpretiert beziehungsweise missverstanden, dass OpenAI sich an „industrieweite Recruiting-Standards“ halte. Das Unternehmen hatte zudem in seinem Blog Auszüge aus Chats publiziert, die darlegen sollten, dass einer der von Apple verklagten OpenAI-Neuangestellten seinen Ex-Kollegen nur helfen wollte, nicht jedoch Geschäftsgeheimnisse leaken. Beobachter hatten diesen Schritt, den man sonst nur im Rahmen eines rechtlichen Discovery-Verfahrens, bei dem beide Parteien Daten offenlegen müssen, als PR-taktisch ungewöhnlich empfunden.
Apple versucht, den angeblichen Klau von Geschäftsgeheimnissen durch OpenAI vor dem eigentlichen Verfahrensbeginn (Case-ID 5:26-cv-07078-EJD, US District Court for the Northern District of California, San Jose Division) über eine einstweilige Verfügung zu stoppen. Diese könnte wiederum für massive Probleme bei OpenAIs laufender Hardwareentwicklung verursachen, von der Apple behauptet, sie stütze sich stark auf seine geschützten Materialien. OpenAI hatte mehr als 400 Mitarbeiter aus Cupertino abgeworben, beginnend mit Design-Chef Jony Ive, mit dem das KI-Unternehmen eine milliardenschwere gemeinsame Firma betreibt.
In Apples Erwiderung gegenüber OpenAIs Abweisungsversuchen heißt es nun, die Verteidigung des ChatGPT-Entwicklers basiere auf „Verzerrung, Spekulation und unzulässige äußere Beweismittel“. In dem sogenannten
Opposition Brief
der Apple-Anwälte, der in der vergangenen Woche eingereicht wurde, heißt es unter anderem, die zur Verteidigung angebrachten Argumente OpenAIs seien ungeeignet, die Klage abzuweisen – stattdessen müssten diese Anlass sein, den Discovery-Prozess einzuleiten.
Apple betont weiterhin, der verklagte Ex- und heutige OpenAI-Mitarbeiter Chang Liu habe einen „seltenen Authentifizierungsfehler“ ausgenutzt, um Wochen nach Antritt seiner neuen Position auf geheime Apple-Daten zuzugreifen, darunter eine Präsentation zum Thema Herstellung und Tests bestimmter Hauptplatinen. OpenAI hatte behauptet, Zugriffe auf Apple-Daten seien aufgrund von Fehlern bei Apple selbst (Kopien von Arbeitsinformationen im eigenen iCloud-Account) entstanden. Tang Tan, heute OpenAI-Hardwarechef und zuvor ebenfalls bei Apple tätig, soll Apple-Codenamen in Bewerbungsgesprächen mit aktuellen Apple-Mitarbeitern, die zu OpenAI gehen wollten, verwendet haben.
Angeblich sollen sogar Komponenten von unveröffentlichten Apple-Produkten angefordert worden sein. „So fragte er beispielsweise: Wie sieht der ‚Plan aus[?]‘, bezogen auf ein noch nicht angekündigtes Apple-Produkt, das er anhand des geheimen Codenamens von Apple identifizierte“, so Apples Anwälte. Ob die Klage abgewiesen wird und/oder die einstweilige Verfügung gegen OpenAI eine Chance hat, wird sich nicht vor Oktober zeigen. Nächster möglicher Tag vor Gericht ist der 1. Oktober.
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