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IWF: Weltwirtschaft verkraftet Energie-Schock besser als erwartet
Seit Beginn des Iran-Kriegs haben sich etwa Öl und Gas enorm verteuert. Die Weltwirtschaft trotzt diesem Energie-Schock aber besser als befürchtet, so IWF-Chefin Georgieva. Sorgen bereite ihr aber die schlechte Haushaltslage einiger Staaten.
Die Weltwirtschaft hat den Energie-Schock, der auf den Krieg in Iran folgte, nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) besser verkraftet als zu befürchten gewesen sei. Die Blockade der Straße von Hormus habe sich durch die Freigabe von Öl- und Gasreserven, eine geringere Nachfrage sowie den Ausbau Erneuerbarer Energien weniger stark ausgewirkt.
Seit Beginn des Iran-Kriegs kam es zu Preissprüngen etwa bei Öl und Gas. Grund ist die faktische Blockade der Straße von Hormus, die für die weltweite Energieversorgung wichtig ist.
IWF-Chefin Kristalina Georgieva warnte jedoch vor Selbstzufriedenheit. "Der Energie-Schock ist nicht vorbei", sagte sie mit Blick auf die Ölpreise. Diese bewegen sich derzeit zwischen 80 und 90 Dollar pro Barrel (159 Liter), nachdem sie im Frühjahr in der Spitze bei über 118 Dollar gelegen hatten. Vor Beginn des Krieges der USA und Israels gegen Iran Ende Februar lagen sie bei rund 70 Dollar.
FAQ
25.08.2026
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Gleichzeitig zeigte sich der IWF besorgt aufgrund der sich verschlechternden Haushaltslage in einigen Ländern. Es gebe ein "Tauziehen" zwischen den negativen Folgen der Energiekrise und dem durch Künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Investitionsboom, sagte Georgieva im Vorfeld des G20-Finanzministertreffens im US-Bundesstaat North Carolina.
Steigt der Ölpreis wieder, könnte das die Inflation weiter anheizen und Zentralbanken dazu drängen, das Zinsniveau weiter hochzuhalten oder weiter zu erhöhen. Das würde die Kosten für den Schuldendienst in die Höhe treiben und das Wirtschaftswachstum bremsen.
Die IWF-Chefin forderte alle Staaten auf, glaubwürdige Pläne zur Konsolidierung ihrer Haushalte vorzulegen. Bestimmte Staaten sprach sie dabei nicht an. Allerdings waren die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit 19 Jahren gestiegen.
"Wenn die Renditen von Staatsanleihen am langen Ende steigen und hoch sind, dann heißt das auch, dass Unternehmen für Kredite höhere Konditionen zahlen oder eben auch Privatpersonen, wenn sie beispielsweise Hypothekenkredite aufnehmen", hatte Chefvolkswirt Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel kürzlich im Interview mit tagesschau.de gesagt.