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Perplexity bringt KI-Agent mit „Portable Computer“ auf lokale Nvidia-Hardware
Kein Cloud-Zwang, keine Token-Kosten für lokale Aufgaben: Perplexity startet den KI-Agenten „Portable Computer“ – mit hohen Hardware-Hürden.
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Perplexity bringt seinen KI-Agenten „Computer“ mit „Portable Computer“ in einer Local-first-Variante auf den Markt. Anders als bei den bisherigen Versionen sollen nicht nur Dateien und Anwendungen auf dem Rechner erreichbar sein: Auch das Sprachmodell, die Inferenz und die zentrale Agentensteuerung laufen lokal.
Perplexity verspricht damit, dass Daten auf dem Gerät bleiben, wenn kein Cloudzugriff gewünscht wird, und lokal ausgeführte Aufgaben keine Credits verbrauchen. Die lokale Ausführung senkt zwar die nutzungsabhängigen Modellkosten, macht das System aber nicht kostenlos: Nutzer benötigen nach Angaben von Perplexity mindestens ein Pro- oder Max-Abonnement. Zum Start richtet sich das Angebot an Nutzer von Nvidias KI-Workstation DGX Spark. Unterstützung für PCs mit leistungsfähiger RTX-GPU soll folgen, zunächst für Linux-, dann für Windows-Systeme.
Perplexity Computer ist ein Agentensystem für mehrstufige Arbeitsabläufe. Es soll Dateien und Anwendungen durchsuchen, Daten auswerten, Webrecherchen einbeziehen und Ergebnisse etwa an angebundene Dienste weitergeben. Damit unterscheidet sich das Produkt von einem Chatbot, der auf einzelne Prompts antwortet: Der Agent kann Aufgaben planen, Zwischenschritte ausführen und längere Jobs fortsetzen.
Als Modelle nennt Perplexity Qwen 3.8 27B und PPLX 27B, eine auf den eigenen Agenten-Stack nachtrainierte Qwen-Variante. Später soll Nvidias Nemotron 3.5 Lightning folgen.
Die bisherigen Varianten von Perplexity Personal Computer für macOS und Windows verbanden lokale Dateien, Anwendungen und externe Dienste mit Cloud-Modellen. Der Agent konnte somit auf dem Desktop arbeiten, komplexere Aufgaben dürften aber in vielen Fällen Rechenleistung aus der Cloud benötigt haben. Die Windows-Fassung setzte laut Perplexity zudem auf ein lokales Modell, das Teilaufgaben zwischen Gerät und Cloud verteilt.
Portable Computer soll diesen Schwerpunkt verschieben. Perplexity installiert laut Ankündigung den kompletten Agenten-Stack auf dem eigenen Rechner. Dazu gehören neben einem lokalen Sprachmodell ein Planer, eine Werkzeugsteuerung, eine Aufgabenwarteschlange und ein lokaler Suchindex für Dateien und Code. Der Agent kann damit beispielsweise einen Projektordner analysieren, Dokumente zusammenfassen oder einen lokalen Datenbestand auswerten, ohne die Inhalte standardmäßig an einen Server zu übertragen.
Ganz ohne Cloud kommt Portable Computer nicht aus. Für aktuelle Webinformationen, Browser-Aufgaben oder besonders anspruchsvolle Schlussfolgerungen kann der lokale Agent einen Cloud-Dienst hinzuziehen. Perplexity zufolge fragt das System vorher um Erlaubnis. Lokale Daten sollen dabei grundsätzlich auf dem Gerät bleiben.
Laut einem Bericht von VentureBeat soll Portable Computer vor einem Cloud-Aufruf den zu übertragenden Kontext auf personenbezogene oder sensible Daten prüfen. Die Oberfläche zeige dann, welche Inhalte das Gerät verlassen würden. Das entfernte Modell erhalte demnach nur eine textliche Anfrage und könne weder auf lokale Dateien noch auf Werkzeuge zugreifen. Perplexity will die Werkzeugausführung zudem in einer Sandbox abschotten.