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„Resonance: A Plague Tale Legacy“: Abenteuertrip in die griechische Mythologie
Im Prequel zur beliebten „A Plague Tale“-Reihe vom französischen Studio Asobo legt sich eine Piratin mit den Gestalten der griechischen Mythologie an.
Erst Nolans „Odyssee“, jetzt Asobo mit „Resonance“ – was fasziniert das Publikum an der griechischen Sagenwelt? Unsterbliche Krieger, grausige Kreaturen und eine ordentliche Prise Exotik? In „Resonance“ steht zumindest keine jahrelange Odyssee an, sondern nur ein Abenteuertrip zur sogenannten Insel des Minotauros. Anders als die beiden Vorgänger der „A Plague Tale“-Reihe ist es kein tragisches Horror-Abenteuer, sondern ein kurzweiliger Mix aus „Tomb Raider“, „Hellblade“ und einer Prise „Uncharted“.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Piratin Sophia, die Fans der Reihe aus dem vorigen Teil kennen. Bevor sie im Mittelalter des 14. Jahrhunderts Amicia und ihren Bruder in „A Plague Tale: Requiem“ rettet, erlebt sie 15 Jahre vorher ihr eigenes großes Abenteuer. Leicht hatte sie es nie. Aufgewachsen in einem Kloster wird sie für Experimente missbraucht, bis sie ihr Vater rettet. Als dieser bei einer Schatzsuche stirbt und ihr ganzes Piratendorf von einem Orden zerstört wird, macht sich Sophia auf die Reise zur Insel des Minotauros, um dort mehr über ihr Schicksal herauszufinden.
Mehr wollen wir nicht verraten. Auf der einsamen Insel gibt es so einige Verwicklungen. Verräter offenbaren sich, zwei Geschwister verbergen ein Geheimnis und Sophia entdeckt, dass sie eine besondere Rolle in dieser Geschichte spielt. Fans der griechischen Mythologie müssen aber stark sein. Außer den Namen „Minotauros“ oder „König Minos“ geht das Entwicklungsstudio bei seinem Action-Abenteuer sehr frei mit der Sagenwelt um. Christopher Nolan war in seiner „Odyssee“ dagegen ein akribischer Chronist der alten Zeit.
Mit dem Prequel wechselt die Reihe ein wenig das Spielprinzip. Wo vorher noch Horror und fiese Ratten unsere Protagonisten heimsuchten, ist „Resonance“ zumindest in der ersten Hälfte deutlich entspannter. Nach einer dramatischen Flucht erkundet Sophia mit Freundin Leni die Insel und stößt vor allem auf einige Rätsel. Strahlendes Sonnenlicht erweckt die bunte Inselwelt zum Leben und lässt kaum etwas von der düsteren Mittelalter-Stimmung der Vorgänger erahnen.
Am Ziel angekommen muss Sophia nach Geschicklichkeitsprüfungen geheime Symbole entschlüsseln, farbige Lichter kombinieren oder sich mit Lichtstrahlen einen Weg durch die verzwickte Inselwelt bahnen. Dabei hilft ihr ein kleines Artefakt, das sie im Laufe des Spiels aufwerten kann, um neue Funktionen freizuschalten. Was anfangs noch einfach erscheint, wird im Laufe des Spiels zu einer kniffligen Angelegenheit.
Als wäre das nicht Stress genug, muss sich Sophia auch ein paar Feinden erwehren. Das Kampfprinzip ist ähnlich simpel wie in „Hellblade“: Angriff, Ausweichen, Kontern. Unterschiedliche Schwerttypen sollen etwas Varianz in die Kämpfe bringen, aber am Ende bleibt alles beim Grundprinzip. Auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad sind die Kämpfe leicht zu meistern. Selbst Bosskämpfe sind nach wenigen Anläufen vorbei. Dazu findet Sophia sogenannte „Resonanzpunkte“, mit denen sie neue Fähigkeiten freischaltet und beispielsweise tödliche Attacken besser parieren kann.
In der zweiten Hälfte des Spiels wird die Stimmung düster. Sophia lernt einen neuen, unheimlichen Gegner kennen, der sie mit einem Maul verschlingen kann. Ähnlich wie bei den Ratten aus den beiden Vorgängern kann Sophia dieses Wesen zunächst nicht besiegen. Stattdessen muss sie ihm ausweichen, Lichtquellen zum Schutz aktivieren oder sich an ihm vorbeischleichen.
Plötzlich erwachen auch scheinbar Tote zum Leben. Sie verfolgen unsere Heldin und in ihren Visionen schlüpft sie in die Rolle eines griechischen Helden, der den Minotauros jagt. Hier spielt die Story mit den Mythen der Antike, bringt legendäre Figuren wie Minos, Theseus, Ariadne oder Dädalus in die Handlung, um am Ende die Erwartungshaltung der Spieler zu durchbrechen.
Asobo inszeniert diesen rund zwölfstündigen Spiele-