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Jetzt Schwarz auf Weiß: AMD Zen 6 als Olympic Ridge und Medusa im Sockel AM5
Nicht mehr aber auch nicht weniger als eine Bestätigung alter Gerüchte liefert AMDs Technik-Bibliothek. Dort werden nämlich die Zen-6-Prozessoren Olympic Ridge und eine Medusa-APU für den Desktop-Sockel AM5 bestätigt. Medusa kommt zudem in zwei Varianten für den Notebook-Sockel FP10.
Diese Entdeckung auf AMDs „Technical Information Portal“ hat „InstLatX64“ auf X geteilt. Beim Benutzen der Suchfunktion verraten nämlich entsprechende Filteroptionen, welche Codenamen auf welchem Sockel landen werden.
Unter den Desktop-Prozessoren der Ryzen-Familie werden sowohl „Medusa1“ als auch „Olympic Ridge“ dem Sockel AM5 zugeordnet. Hinter dem Codenamen Medusa stecken neue APUs mit Zen 6, da ist sich die Gerüchteküche bisher einig. Medusa1 dürfte für „Medusa Point“ stehen, die erwarteten Nachfolger für Strix Point und dessen Refresh Gorgon Point. Passend dazu gab es bereits Geekbench-Einträge eines Entwicklersamples namens "AMD Plum MDS1" mit 10 Kernen.
Dass „Olympic Ridge“ als klassische CPU-Architektur für die Nachfolger der Ryzen 9000 im Sockel AM5 Platz nehmen wird, ist schon lange ein offenes Geheimnis. Da AMD den Sockel mindestens bis 2029 pflegen wird, ist auch nichts anderes zu erwarten. Gerüchten zufolge sind für Olympic Ridge Modelle mit 6 bis 24 Kernen zu erwarten. Ein CPU-Chiplet (CCD) soll nun bis zu 12 Kerne tragen, was 50 Prozent mehr als beim Vorgänger Granite Ridge wären. Dennoch soll ein CCD kaum größer ausfallen als bei Zen 5.
Für die Mobilplattform (Ryzen Mobile) werden sowohl „Medusa1“ als auch „Medusa2“ für den Sockel FP10 genannt. Worin genau der Unterschied zwischen den beiden potenziellen APUs liegt, bleibt zunächst ungeklärt. In der vorherigen Generation nehmen Strix Point, Krackan Point und Gorgon Point im Sockel FP8 Platz, während die größeren APUs Strix Halo und Gorgon Halo den FP11 nutzen. Release Notes zu einer Beta-Version der Systemsoftware AIDA64 wiesen vor zwei Monaten ebenfalls in Richtung mehrerer Medusa-APU-Varianten. In den Familien selbst hatte AMD in den letzten Generationen seit Phoenix2 dann eine Zweiteilung vorgenommen: Der größere Chip setzte auf mehr vollwertige Zen-Kerne, der kleinere (Variante 2) hingegen überwiegend auf Zen-c. Dies spart Die-Fläche und lohnt vor allem für den Einstieg.
Während die neue CPU-Architektur Zen 6 bereits für Server mit den Epyc 9006 alias Venice vor rund einem Monat gestartet ist, werden neue Ryzen-Prozessoren mit Zen 6 inzwischen eher für das kommende Jahr erwartet. Dann könnte es zum direkten Schlagabtausch mit Intels Nova-Lake-Generation kommen.