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Yayoi Kusama ist tot: Weltberühmte japanische Künstlerin mit 97 Jahren gestorben
Wenige Wochen nach ihrer großen Ausstellung in Köln ist die japanische Künstlerin Yayoi Kusama gestorben. Sie wurde 97 Jahre alt. Wie das nach ihr benannte Museum in Tokio mitteilte, starb Kusama bereits am 14. August in einem Krankenhaus in der japanischen Hauptstadt.
Kusama zählt zu den wichtigsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit. International bekannt wurde sie dank ihrer bunten Punkte – »Polka Dots« genannt –, mit denen sie oft phallische Objekte oder Alltagsgegenstände sowie Installationen oder ganze Räume gestaltete. Sie sprach davon, so zu zeichnen, wie sie die Welt sehe: übersät mit Punkten, als Ergebnis von Halluzinationen, über die sie sagte, dass sie diese seit ihrer Kindheit habe. Lange Zeit lebte und arbeitete sie in einem psychiatrischen Krankenhaus in Tokio .
Die Künstlerin wurde 1929 in der Kleinstadt Matsumoto (Präfektur Nagano) geboren. Ihr Werk wurde in bedeutenden Museen und Galerien weltweit ausgestellt; etwa im Museum of Modern Art oder im Whitney Museum of American Art, beide in New York gelegen. Kusama schloss auch Verträge mit Modemarken wie Louis Vuitton. 2008 versteigerte das Auktionshaus Christie's ihre Werke für 5,8 Millionen US-Dollar.
Von gepunkteten Krakenarmen durchzogener Raum im Museum Ludwig in Köln
Für das Museum Ludwig in Köln war die vor Kurzem zu Ende gegangene Retrospektive zum Werk der Künstlerin die bisher erfolgreichste Ausstellung – mit mehr als 450.000 Besuchern. Die Ausstellung endete Anfang August. Die Schau zeigte insgesamt 300 Werke, von frühen Kinderzeichnungen bis zur Gegenwart. Ein Highlight: ein riesiger, in Gänze von gepunkteten Krakenarmen durchzogener Raum.